Psychologen warnen vor Ayahuasca-Trips auf Malle

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Ayahuasca ist ein psychedelisch wirkender Pflanzensud Foto: dizzyd718 / Unsplash

Zu viel psychoaktives DMT für unser 17. Bundesland?

Seit ein paar Jahren werden auf der liebsten Insel der Deutschen Ayahuasca-Retreats angeboten. Das Versprechen der Veranstalter: ein intensiver Blick in die eigene Seele, der möglicherweise zu Heilung von Krankheiten oder psychischen Problemen führt. Die Psychologenkammer auf Mallorca warnt nun aber deutlich vor dem Urwald-Getränk.

Laut der „Mallorca Zeitung“ schlägt nun der Dekan der Psychologenkammer, Javier Torres, Alarm: „Es ist eine halluzinogene Substanz, die sehr schnell süchtig machen kann und je nach Konsument auch gefährlich sein kann“, heißt es in seinem Statement zur Droge. Das sei vor allem problematisch, weil es oft sehr verletzliche Personen in komplizierten Lebenssituationen sind, die an den Zeremonien teilnehmen würden.

Was genau ist Ayahuasca?

Ayahuasca ist eine Art Sud. Das Getränk wird aus der Liane Banisteriopsis caapi gewonnen. Außerdem werden DMT-haltige Pflanzen hinzugegeben, die psychoaktiv wirken.

Ursprünglich stammt der Trunk von indigenen Völkern im Amazonas. Sie nutzen Ayahuasca in religiösen Zeremonien, um ebenfalls eine Veränderung des Bewusstseinszustandes zu erreichen. Sie erhoffen sich von einem Ayahuasca-Trip außerdem, Geister und Ahnen zu treffen oder in die Zukunft zu blicken.

Der Ayahuasca-Kult im Europa und Amerika

Seit 1990 ist das Getränk aus dem Amazonas im westlichen Drogenkult angekommen. Mit Ayahuasca wird viel Geld gemacht. Du kannst in den Amazonas reisen und dir dort einen – von einem Schamanen bereuten – Trip gönnen. Mittlerweile kommen aber auch immer mehr Schamanen nach Europa und Amerika, um mit ihrer Ayahuasca-Kunst ein goldenes Näschen zu verdienen.

Der Ayahuasca-Tourismus wird immer wieder kritisiert, weil er Konkurrenzdruck und auch Gewalt zwischen den Schamanen schafft.

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Quelle: Noizz.de