Die acht Angeklagten sollen mit ihrem Kokain-Lieferservice über 15.000 Euro eingenommen haben. Der Prozess um die Berliner Koks-Taxis läuft nun in Berlin an – aber nur unter immensen Sicherheitsvorkehrungen.

Unter massiven Sicherheitsvorkehrungen hat in Berlin ein Prozess gegen acht Angeklagte begonnen, die einen professionellen Kokain-Lieferservice betrieben haben sollen. Zu Beginn am Freitag wurde zunächst ein Antrag auf Nichtverlesen der Anklage zurückgewiesen. Selbst auf einem benachbarten Gebäudedach waren Polizisten postiert. Bei den Einlasskontrollen trugen Justiz- und Polizeibeamte schusssichere Westen.

Covid-19 hat den Prozess verlegt

Wegen der Corona-Pandemie läuft die Verhandlung gegen die 19- bis 39-Jährigen nicht im Kriminalgericht, sondern im Veranstaltungszentrum Urania Berlin. Bei acht Angeklagten und 16 Verteidigern konnte laut Gericht das gesetzlich angeordnete Abstandsgebot in den Sälen des Moabiter Kriminalgerichts nicht eingehalten werden.

Symbolbild: Kokain

15.000 Euro verdienten die Angeklagten mit den Koks-Taxis

Laut Anklage sollen die Männer zwischen Ende Juli und Mitte November 2019 an 92 Tagen bei 301 Lieferfahrten fast 375 Portionen Kokaingemisch verkauft haben. Sie sollen knapp 15.000 Euro eingenommen haben.

Die Bestellungen seien Ermittlungen zufolge telefonisch aufgenommen und mit Autos ausgeliefert worden. Einige der Fahrer hatten den Angaben zufolge keinen Führerschein. Als Kopf der mutmaßlichen Bande gilt ein 39-Jähriger, der die Geschäfte aus einer Bar heraus geleitet haben soll. Dabei habe ihn ein 30-jähriger Angeklagter unterstützt. 30 Prozesstage sind geplant.

[Text zusammen mit: dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de