Christian Schottenhamel ist einer der bekanntesten Wiesn-Wirte. Er ist Besitzer des Nockherberg, das Aushängeschild der Münchner Traditionsbrauerei. Die Corona-Krise trifft den Münchner hart, dabei hatte er sich gegen jegliche Fälle versichert. 36.000 Liter Bier musste er vernichten. Nun klagt er gegen seine Versicherung.

36.000 Liter Bier, die vernichtet werden mussten. Christian Schottenhamel scheint sichtlich verärgert. Der 57-Jährige hatte bei der Allianz einen Vertrag abgeschlossen, für den Fall, dass er seinen Betrieb am Nochkerberg irgendwann einmal schließe müsse.

Die Corona-Pandemie zwang jegliche Gastronomien, ihre Türe zu schließen. Den Münchner trifft die Krise hart. In dem Zeitraum des Lockdowns hätte sogar das bekannte Starkbierfest stattfinden sollen. 70.000 Feiernde Menschen waren zu erwarten. 70.000 Menschen, die nun doch kein Bier trinken.

Christian Schottenhamel sowie Uschi Daemmrich von Luttitz and Francis Fulton Smith

Wirt fordert 1,1 Millionen Euro

Schottenhamel war bislang Pächter des Löwenbräukellers. Nun ist er Wirt des Paulaner am Nockherberg – Aushängeschild der Traditionsbrauerei Paulaner mit Sitz am Isarhochufer im Münchner Stadtteil Au. Der Wirt sitzt nun auf einer hohen Summe Geld, da seine Versicherung nach Informationen von "tz" nicht zahlen möchte. Er forderte insgesamt 1,1 Millionen Euro, bisher vergeblich.

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Die Allianz möchte den Schaden nicht begleichen. Sie meint, dass Corona nicht der Teil der Police war. Die Versicherung gelte nur für Krankheiten und Erreger, Covid-19 wurde dabei nicht aufgeführt. Schottenhamel selbst spricht von einem großen Vertrauensbruch. "Allein 36.000 Liter Bier mussten vernichtet werden". Er klagt nun gegen die Versicherung. Am 20. Oktober soll das Urteil fallen.

lcw

  • Quelle:
  • Noizz.de