In Berlin hat die Polizei ein Familiengeschäft mit Drogen beendet: Die Geschäfte flogen auf, weil aus Spanien geschmuggeltes Gras getarnt in Chips-Kartons gefunden wurde. Jetzt müssen die Beteiligten für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Nach dem Fund von rund 38 Kilogramm Marihuana in Kartoffelchips-Kartons sind in Berlin vier Männer und eine Frau zu Haftstrafen verurteilt worden. Mit vier Jahren und vier Monaten Gefängnis wegen Drogenhandels in zwei Fällen erhielt ein 43-Jähriger die höchste Strafe. Gegen eine 58-Jährige verhängte das Landgericht am Montag dreieinhalb Jahre Gefängnis. In ihrer Wohnung seien die aus Spanien geschmuggelten Drogen sichergestellt worden, so das Gericht.

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Goldbarren fand man bei der Familie auch vor.

Drei der Verurteilten sollen im Juni 2019 den Ankauf von mindestens 50 Kilogramm Marihuana in Spanien und das Einschmuggeln nach Deutschland organisiert haben. Die Lieferung sei als Kartoffelchips getarnt gewesen. Nach dem Verkauf von Teilmengen seien 38 Kilo in der Wohnung der 58-Jährigen in Berlin-Kreuzberg zwischengelagert worden, so das Gericht. Sie habe sich deshalb der Beihilfe schuldig gemacht. Weil die Frau zudem mit ihrem Ehemann und ihrem Sohn eigene Drogengeschäfte betrieben habe, sei sie auch des bandenmäßigen Handels schuldig. "Sie war Chefin einer kleinen Familienbande", so der Richter.

4.000 Ecstasy-Tabletten, drei Kilo Haschisch, 100 Gramm Kokain

Nach Ermittlungen, die über zwei Jahre liefen, wurden im August 2019 bei Durchsuchungen jede Mengen Drogen entdeckt. Neben den 38 Kilogramm Marihuana seien fast 4000 Ecstasy-Tabletten, rund drei Kilogramm Haschisch und mehr als 100 Gramm Kokain sichergestellt worden. Auch neun jeweils ein Kilogramm schwere Goldbarren seien damals beschlagnahmt worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

[Text zusammen mit: dpa]

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  • Quelle:
  • Noizz.de