Obwohl Kolumbien als eines der ersten Länder die Substanz verboten hat.

Damit die Koka-Pflanzen-Felder zerstört werden, möchte Kolumbiens Regierung bald auf Glyphosat-Herbizide (Unkrautvernichter, auch bekannt als "Roundup") zurückgreifen, das die Felder vernichten soll. Das Problem? Glyphosat-Herbizide steht im Zusammenhang mit Krebs, ist umweltunfreundlich und schadet auch Tieren.

Dazu kommt, dass Kolumbien vor vier Jahren eines der ersten Länder war, dass das Mittel verboten hat – eben, weil es umwelt- und gesundheitsschädlich ist. Bereits bei einem Test des Mittels hat sich gezeigt, dass die Nutzung nicht viel bringt im Kampf gegen Kokain: Die Kokain-Produktion wurde nicht beeinträchtigt, stattdessen sind ganze Völker in Kolumbien erkrankt.

Warum greift Kolumbien dann zurück auf den Unkrautvernichter? Aus politischen Gründen, die mit China zutun haben. Die Website "Diálogo Chino" berichtet jetzt, dass Kolumbiens Regierung vor Kurzem Hunderte Tonnen von dem chinesischen Unkrautvernichter "Cuspide 480 SL" gekauft hat, das auch aus Glyphosat-Basis ist – aber halt noch umweltschädlicher ist.

Roundup hat eine ölige Konsistenz und ist deshalb schädlich für die Pflanzen. Cuspide 480 SL ist zwar effektiver im Pflanzentöten, gelingt aber durch eine andere Zusammensetzung leichter in die Vogel- und Meeresumwelt, was zu massenhaften Tiertöten führen kann.

>> Typen schmeißen kiloweise Kokain von Speedboot, weil sie von Küstenwache verfolgt werden

>> Über eine halbe Million Drogen-Tote – durch Rekord-Koks-Konsum

kaz

  • Quelle:
  • Noizz.de