Hanfprodukte, die frei im Handel erheblich sind, dürfen einen bestimmten THC-Gehalt nicht überschreiten – tun sie aber in einem von zwei Fällen doch, wie jetzt in Baden-Württemberg rauskam.

Nicht nur 420-Anhänger*innen mögen Cannabis: Hanf hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Ding gemausert. Neben CBD-Öl kann man mittlerweile Kräutertees, Schokolade und Gebäck mit Hanfsamen kaufen – wird gerne mal als "Superfood" deklariert – und selbst Beautyprodukte, Bier und Nahrungsergänzungsmittel mit Hanfextrakt werden immer populärer. Blöd nur, dass die anscheinend gar nicht so super sind: In Baden-Württemberg ist im vergangenen Jahr mehr als jede zweite untersuchte Probe von Lebensmitteln mit Hanf als Bestandteil als nicht sicher beanstandet worden. "Grund waren zu hohe Gehalte an D9-Tetrahydrocannabinol (THC), der wichtigsten psychoaktiven Substanz der Hanfpflanze", heißt es im Jahresbericht der Lebensmittelüberwachung zu den Ergebnissen von insgesamt 49 untersuchten Proben.

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Hanfpflanzen

Hanf-Tee, Cannabis-Kekse, CBD-Öl: Der THC-Gehalt ist entscheidend

THC kommt in getrockneten Cannabis-Blättern, Blüten und Blütenständen vor. Früh kultivierte Hanf-Sorten sowie die meisten Wildbestände haben einen eher geringen THC-Anteil, während dieser bei speziell für die Haschisch- oder Marihuana-Produktion gezüchteten Pflanzen seit Jahren steigt. Na und, so ein bisschen High werden vom CBD-Burger oder der Hanföl-Tagescreme, ist doch gar nicht schlimm, denkst du jetzt? Kommt halt immer darauf an, wer das Ganze konsumiert – Kleinkinder, die plötzlich einen Film schieben? Eher ungut. Und high auf Arbeit oder und er Uni-Klausur sitzen, weil die Kosmetik ein bisschen zu grün war? Dann lieber ganz bewusst den gepflegten Joint am Abend rauchen – und das High selbstbestimmt zelebrieren.

[Zusammen mit: dpa]

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Quelle: Noizz.de