LSD in Mikro-Dosen wird immer mehr Thema in der Wissenschaft. Doch bald könnten auch größere Dosierungen der Droge Thema von Forschung sein. Das befürwortet jetzt eine Studie, die unter anderem einen unglaublichen Fall aufweisen kann.

In letzter Zeit wächst die Diskussion um LSD und seine potenziellen Gesundheitsvorteile. Angeblich soll es sogar bei der Behandlung von Posttraumatischen Belastungsstörungen, Depression oder Abhängigkeit helfen. In diesen Studien wird die Droge in Mikro-Dosen verabreicht. Nun gibt es allerdings eine Studie, die die vermeintlichen medizinischen Möglichkeiten von einer LSD-Überdosis aufzeichnet.

Die Studie untersuchte Einzelfälle, in denen Menschen LSD überdosiert hatten. Ein Fall beschreibt sogar, wie eine Frau nach der zehnfachen Dosis LSD der Meinung war, ihre Bipolare Störung "besiegt" zu haben, da sie nach einem Anfall 13 Jahre lang keine Symptome mehr erlebte.

LSD wird auf buntes Löschpapier geträufelt verkauft

Doch ein anderer Fall ist besonders schockierend

Eine Frau in ihren Vierzigern, die an chronischen Fußschmerzen litt und seit zehn Jahren Morphin-abhängig war, überdosierte eine unfassbar große Menge an LSD. Aus Versehen schnupfte sie 55 Milligramm LSD, weil sie fälschlicherweise dachte, es handelte sich um Kokain. Das ist 550 Mal mehr LSD, als man eigentlich zu sich nehmen sollte. Als sie ihren Irrtum bemerkte, rief sie sofort nach Hilfe.

LSD führt zur Veränderung der Wahrnehmung

Das erlebte sie während ihres Trips

Innerhalb der nächsten zwölf Stunden kotzte sie, während sie immer wieder ihr Bewusstsein verlor und sich nicht bewegen konnte. Danach fühlte sie ein angenehmes High. Ihr Mitbewohner beschrieb damals, dass sie die meiste Zeit in einem Stuhl saß, ihre Augen offen, geschlossen oder nach hinten gerollt waren und ihr Mund schäumte. Manchmal sagte sie aus dem Kontext gegriffene vereinzelte Wörter und kotzte zwischendurch oft. Irgendwann konnte sie wieder richtig kommunizieren.

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Nach dem Trip erzählte die Frau, dass sie weniger Schmerzen empfand. So wenig, dass sie kein Morphin mehr einnahm, ohne an Entzugserscheinungen zu leiden. Irgendwann griff sie wieder zum Morphin, geringer dosiert, als zuvor. Manchmal ersetzte sie das Morphin sogar gänzlich mit LSD.

Obwohl die in der Studie beschriebenen Fälle sehr interessant sind, gibt es noch keine klinischen Studien, die eine Behandlung mit großen Dosierungen LSD untersucht haben.

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lmh

Quelle: Noizz.de