Da ist der DEA ein mächtiger Fisch ins Netz gegangen: Nach jahrelanger Jagd auf die Bosse des mexikanischen Kartells, konnten sie nun einige Schlüsselfiguren des Cartel de Jalisco Nueva Generacion dingfest machen.

Den US-Behörden ist nach eigenen Angaben ein Schlag gegen ein mächtiges mexikanisches Drogenkartell gelungen. Der geschäftsführende Chef der Anti-Drogenbehörde DEA, Uttam Dhillon, sagte bei Razzien in mehreren US-Bundesstaaten seien mehr als 250 Menschen mit Verbindungen zum Cartel de Jalisco Nueva Generacion (CJNG) festgenommen worden. Das sei im Rahmen der "Operation Python" geschehen, die seit sechs Monaten andauere und die die Zerstörung des Kartells zum Ziel habe.

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Seit Beginn der Operation seien 700 Menschen mit CJNG-Verbindungen festgenommen worden. Seitdem wurden laut Dhillon insgesamt rund 20.000 Kilogramm Drogen sowie Vermögen der Organisation in Höhe von 22 Millionen Dollar, umgerechnet rund 19,4 Millionen Euro, beschlagnahmt worden – mehr als 20 Millionen davon in bar.

Dhillon nannte CJNG "eine der gefährlichsten Organisationen für den Drogenhandel weltweit". Das Kartell sei eines der mächtigsten in Mexiko und operiere in großen Städten in den USA und in zahlreichen Ländern weltweit.

Hier gibt es das Statement der DEA zum Coup gegen das Drogenkartell:

Der DEA-Chef sagte, eine der höchsten Prioritäten sei es nun, Kartellchef Nemesio Oseguera Cervantes mit Spitznamen "El Mencho" zu fassen und vor ein US-Gericht zu stellen. Das US-Außenministerium habe zehn Millionen Dollar Belohnung für Informationen ausgelobt, die zur Festnahme führten.

Der Sohn und frühere Stellvertreter Cervantes' sei bereits gefasst und von Mexiko an die USA ausgeliefert worden. Auch eine Tochter Cervantes' sei vor zwei Wochen in den USA wegen mutmaßlicher Drogenvergehen festgenommen worden.

[Text: dpa/sw]

Quelle: Noizz.de