Drogendealer sind so einfallsreich! Wir haben die lustigsten und interessantesten Verstecke gesammelt, in denen jemals Drogen gefunden wurden.

Wer "Breaking Bad" gesehen hat, weiß: Drogendealer sind mitunter ganz schön kreativ. Es wird Zeit, diesen Einfallsreichtum zu würdigen und den absurdesten Drogenverstecken ein Denkmal zu setzen. Hier kommt er: Der Sammler mit den krassesten Orten, an denen Dealer ihren Stoff versteckt haben.

1. Bein-Prothese

Erst Mitte September haben Polizist*innen am Hauptbahnhof Münster mutmaßliche Dealer und Diebe kontrolliert – und machten einen ganz schön abgefahreren Fund. Als sie einen 39-Jährigen auf der Polizeiwache genauer durchsuchten, fanden sie in seiner Bein-Prothese 35 Gramm Kokain, fünf Gramm Heroin und mehrere Pillen Ecstasy. Das kreative Versteck war BEINahe perfekt.

Diese Beinprothese ist in vielerlei Hinsicht praktisch

2. Kondome auf einer Hochzeit

Im vergangenen Jahr trug sich auf Mallorca eine Tragikomödie zu, wie wir sie nur aus Hollywood-Filmen kennen: Die Polizei begleitete in Inselhauptstadt Palma die Hochzeit eines Gefängnisinsassen auf Freigang. Während die Hochzeitsgesellschaft auf die Zeremonie wartete, sei der 34-jährige Bräutigam auf Toilette gegangen, habe aber seine Jacke zurückgelassen, berichteten spanische Medien. Beamte bemerkten dann verdächtige Bewegungen der 43-jährigen Braut und der Trauzeugen und durchsuchten die Jacke. Dabei entdeckten sie mehrere Kondome, die mit 90 Gramm Haschisch gefüllt waren.

Als die Polizisten dem Mann mitteilten, dass er wegen des Drogenfundes nun doch keine Hochzeit feiern könne, ging dieser auf die Beamten los und versuchte, eine Waffe zu entwenden. Er wurde unverheiratet wieder ins Gefängnis gebracht. Seine Verlobte und die Trauzeugen kamen ebenfalls in Gewahrsam.

3. Kartoffelchips-Kartons

Im vergangenen Mai sind nach dem Fund von rund 38 Kilogramm Marihuana in Kartoffelchips-Kartons vier Männer und eine Frau in Berlin zu Haftstrafen verurteilt worden. Mit vier Jahren und vier Monaten Gefängnis wegen Drogenhandels in zwei Fällen erhielt ein 43-Jähriger die höchste Strafe. Drei der Verurteilten sollen im Juni 2019 den Ankauf von mindestens 50 Kilogramm Marihuana in Spanien und das Einschmuggeln nach Deutschland organisiert haben. Die Lieferung sei als Kartoffelchips getarnt gewesen. Anscheinend nicht besonders gut. Chips happens ...

Ob sich in diesen Chips-Tüten auch Gras befindet?

4. Hängematte

Die Zollbeamt*innen am Flughafen München entdeckten vor einigen Jahren ein wirklich, wirklich aufwändiges Drogenversteck. Schmuggler hatten Kokain in die Schnüre einer Hängematte eingearbeitet. Jetzt bleibt nur noch die Frage: Wer hat bessere Arbeit geleistet: die Dealer oder der Zoll?

>> Staatsanwalt ermittelt: Sind diese Polizisten heimliche Drogendealer?

In den Schnüren dieser Hängematte war Koks versteckt

5. Fake-Ananas

Ja, Früchte schmecken lecker. Diese Ananas war aber einfach ZU berauschend! Niederländische Zöllner zogen eine Plastik-Ananas aus dem Verkehr, die Kokain im Wert von sage und schreibe 25 Millionen Euro enthielt. Arbeitern war beim Verpacken einer Ladung echter Ananas eine komisch aussehende Frucht aufgefallen. Sie verständigten den Zoll. Als die Beamten die verdächtigen Früchte aufschnitten, entdeckten sie insgesamt 500 Kilogramm Kokain.

Diese Fake Ananas flog auf

6. Toupet

Ein klassischer Fall von "Gute Idee, richtig miese Umsetzung". Am Flughafen von Barcelona fiel ein Kolumbianer dadurch auf, dass er ein seltsames Toupet trug und ungewöhnlich gestresst wirkte. Die Zollbeamten am Flughafen wurden misstrauisch und kontrollierten ihn. Es stellte sich heraus: Unter seiner künstlichen Haartracht versteckte er 500 Gramm Kokain. Das auf seinem Kopf festgeklebte Päckchen hatte einen Schwarzmarktwert von mehr als 30.000 Euro.

>> Rentner-Paar hatte 9 Kilo Koks im Koffer – auf einem Kreuzfahrtschiff

Koks unter dem Toupet

7. Koks-Shorts

Ein Deutscher wurde 2009 an einem spanischen Flughafen festgenommen, weil er Shorts trug, die randvoll mit Kokain gefüllt waren. Mehr als sechs Kilogramm des Pulvers wurden sichergestellt. Da hat er sich aber ganz schön abgeschleppt.

Koks-Shorts

8. Brust-Implantat

Am Frankfurter Flughafen hat der Zoll 2016 eine Frau festgenommen, die mit einem Kilo Kokain in ihren Brustimplantaten herumlief. Die 24 Jahre alte Kolumbianerin wollte nach Spanien einreisen. In den Brüsten der Frau steckten zwei jeweils 500 Gramm schwere Implantate, gefüllt mit hochreinem Kokain als teigförmige Masse. Die Implantate wurden bei einer Operation in der Frankfurter Uniklinik entfernt.

Die Brustimplantate mit Koks wurden aus dem Körper der Schmugglerin entfernt.

9. Bananenkiste

Zugegeben: ein Klassiker, der immer wieder passiert. Zum Beispiel 2015: In einem Supermarkt in Braunschweig entdeckten damals überraschte Mitarbeiter riesige Pakete voller Koks in einer Lieferung Bananen. Die folierten Pakete waren unter den Früchten versteckt und waren randvoll mit Kokain hoher Reinheit. Die Mitarbeiter des Discounters verständigten sofort die Polizei. Die Großlieferung aus Südamerika war für den bundesweiten Verkauf bestimmt, weshalb die Polizei viele weitere Supermärkte kontrollierte. Und tatsächlich: Weitere Drogenpakete wurden in Rothenburg, Uelzen, Winsen und Bispingen gefunden. Insgesamt wurden fast 400 Kilogramm der Droge gefunden.

Diese Bananenkiste enthielt vor allem Koks
  • Quelle:
  • Noizz.de