Berichterstattung über Weed ist manchmal sogar rassistisch.

Ein Typ mit langen Dreads und Bong im Schoß in einem dunklen Wohnzimmer auf einem auseinander fallenden Sofa – der sich inmitten einer Weed-Wolke das Leben taub raucht: So sieht der gängige Stereotyp eines Stoners aus. Eine Studie aus Amerika fand nun heraus, dass unter anderem die Medien daran Schuld haben, dass dieser Stereotyp noch weit verbreitet ist.

Die Forscher untersuchten dafür knapp 500 Cannabis-Berichterstattungen von zehn verschiedenen amerikanischen Nachrichtenseiten zwischen Juni 2013 und Juli 2014. Subjekt der Studie waren vier konservative, zwei neutrale und vier liberale Nachrichtenseiten. Analysiert wurden dabei im Besonderen die Bilder, die das Medium begleitend zu ihrem Artikel veröffentlichte. Die Erkenntnis: Selbst die seriösesten Medien benutzten Bilder, die großenteils Stereotype darstellten.

Sie fanden heraus, dass 21 Prozent der benutzten Fotos klischeebehaftete Bilder waren. Noch schockierender war allerdings, dass weitere 15 Prozent der Bilder den Konsum von Cannabis gleich in Verbindung mit einer rassistischen Verbildlichung von Kriminalität brachten.

Besonders die konservativen Nachrichtenseiten haben ihre Berichterstattung von Stereotypen leiten lassen, so der Weed-Blog "Merry Jane" in Bezug auf die im wissenschaftlichen Journal "Visual Communication" veröffentlichte Studie. Durch eine konstante Verbindung von Weed-News und stereotypisierenden Bildern würden die ausgewählten Medien bestehende Vorurteile über Cannabis-Konsumenten schüren. Die tatsächliche Realität bleibe dabei auf der Strecke. 

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Quelle: Noizz.de