In Corona-Isolation dienen Alkohol und Gras als willkommene Ablenkung gegen Langeweile und Sorge. Schon mal daran gedacht, beides zu kombinieren?

Brownies, Cookies, Gummibärchen und Co. mit Cannabis sind seit der Legalisierungswelle in vielen Staaten lange keine Seltenheit mehr – aber habt ihr schon von Cannabis-Wein gehört? Ja, das gibt es wirklich, und zwar schon seit dem dem 2. Jahrhundert n. Chr., wenn man einigen Berichten Glauben schenken will. Auch im antiken Griechenland und bei frühen Christen soll Weinkonsum mit Marihuana bereits ein Ding gewesen sein.

Es wird noch besser: Ihr könnt Cannabis-Wein sogar selbst zuhause herstellen. Gibt es eine bessere Zeit als die Corona-Quarantäne, um etwas mit Gras zu experimentieren und der Isolation so einen entspannt grün-roten (oder grün-weißen) Anstrich zu geben? Die Coronakrise in den eigenen vier Wänden hat gerade eine ganz neue Wendung genommen.

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Was ist Cannabis-Wein?

Klar, Wein ist alkoholischer, vergorenen Traubensaft. Das hat der Weed-Wein mit dem klassischen Wein gemeinsam: Trauben als Basis. Wie bei dem Klassiker können zwar auch andere Obstsorten verwendet werden, aber wir wollen es an dieser Stelle erst einmal nicht übermäßig verkomplizieren. Wie das Gras-Magazin "Merry Jane" berichtet, gibt es verschiedene Wege um an 420-freundlichen Wein zu kommen.

Jeder Cannabis-Winzer hat demnach seine eigene Rezeptur und sein eigenes Verfahren. Vom kalten Cannabis-Aufguss im Fass bis hin zum eher rudimentären Fruchtsaft-, Zucker- und Cannabis-Gärungsprozess im Krug aus dem Baumarkt – auf welchem Weg auch immer, die Terpene und Cannabinoide aus der Cannabispflanze müssen in den Weinherstellungsprozess integriert werden.

Weed-Wein: So funktioniert's

Deutschland bietet leider nicht den Luxus, komfortabel in den nächsten legalen Cannabis-Store zu laufen, um sich dort eine professionell-gemixte Cannabis-Weinflasche zu gönnen. Selbst in Staaten, in denen Cannabis legal ist, ist derzeit der Verkauf von Produkten, die Alkohol und THC kombinieren, verboten. Cannabis-Wein gibt es also auch da nur ohne Alkohol.

>> Die etwas andere Corona-Vorbereitung: Die Niederländer hamstern Cannabis

Für den "richtigen" 420-Weingenuss muss man also so oder so selbst Hand anlegen. Die einfachste und kostengünstigste Variante stammt von "Original Weed Recipes". Dazu braucht es allerdings dennoch ziemlich große Mengen von Cannabis (Stamm, Stiel oder Blüte). Außerdem benötigt man Orangen und Zitronen (statt Trauben), Hefe und Zucker. Die Herstellung funktioniert über ein Gär- und Abfüllverfahren. Dazu benötigt man lediglich ein paar große Krüge mit Deckel, einige Plastikschläuche, Nylonstrümpfe und leere Weinflaschen.

Den gesamten Schritt-für-Schritt-Prozess kannst du hier nachlesen.

Die richtige Cannabis-Sorte

Auch die Gras-Sorte macht einen Unterschied bei diesem Wein der besonderen Art. Laut "Marry Jane" eignen sich fruchtige Sativas mit zitruslastigen Terpenen wie Sour Tangie für leichtere Weißweine. Für dunkle Rotweine sollte man eher zu kräftigen, scharfen Indicas wie GMO-Cookies (auch bekannt als Garlic Cookies) oder Blue Cheese greifen.

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aa

  • Quelle:
  • Noizz.de