Manche Menschen konsumieren Drogen. Einige davon konsumieren die Drogen durch die Nase – und wieder andere konsumieren die Drogen ... durch den Anus. Jap, that's a thing und es nennt sich Boofing.

Auf Drogen kommen Leute auf komische Ideen. Gut vorstellbar deshalb, dass die Idee des Boofings auch auf einem fetten Trip entstanden ist. Denn wie sonst kommt man auf die Idee, sich Drogen in den Arsch zu spritzen? Ja, richtig gehört. Unter Boofing versteht man den Konsum von Drogen durch den Enddarm oder wie "Urban Dictionary" es ausdrückt: "Wenn du Drogen oder Alkohol durch dein Arschloch aufnimmst, um higher/betrunkener und das schneller als sonst zu werden." Die Frage nach dem Wieso-zur-Hölle-macht-man-das, hat sich damit wohl auch geklärt (zumindest theoretisch).

>> Ich habe aus Versehen Drogen geschmuggelt – und bin der Todesstrafe entgangen

In den Po (ohne Nadel!) und ab geht die Fahrt. Rein theoretisch. Bitte nicht nachmachen.

Die meisten Drogen sind wasserlöslich. Das machen sich Boofer zunutze: Sie lösen die Substanzen in einer kleinen Menge heißen Wassers auf, ziehen die Mischung dann in eine Spritze (ohne Nadel) auf und führen das Teil in ihr Rektum ein. Etwas Gleitmittel auf dem Ende der Spritze sorgt für das nötige Flutschen. Dann wird das Drogen-Wasser-Gemisch in den Dickdarm gespritzt. Im Normalfall beginnt die Darmschleimhaut dann sofort damit, die Drogen aufzusaugen. Der Magen wird so umgangen und die Droge gelangt über den Dickdarm direkt in die Blutbahn.

Boofing kann verdammt gefährlich sein

Das schnellere und intensivere High, das sich Konsument*innen vom Boofing versprechen, kommt allerdings nicht ohne Risiken. Boofing kann verdammt gefährlich sein. Der gesamte Dickdarm ist eine lange, massive Schleimhaut, die sich über Millionen von Jahren entwickelt hat, um schnell und effizient alles aufzunehmen, was dort hineingeht. Er kann Medikamente viel schneller aufnehmen, als es etwa die Nasenschleimhaut vermag. Dieselbe Dosis, die durch die Nase konsumiert für ein nices High sorgt, kann beim Konsum über den Darm deshalb im schlimmsten Fall tödlich enden.

An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Es ist also klar, dass du davon die Finger lassen solltest.

>> Zu viel Koks an Bord: Wie ein Schmuggler-Flugzeug an seiner Drogenlast scheiterte

Quelle: Noizz.de