Wir lesen es quasi im Wochentakt: Hier zwei Tonnen Koks gefunden, da drei Tonnen aus einem Schiff gezogen. Aber dann? Gibt es einen unterirdischen Koks-Bunker der Regierungen? Oder pfeifen sich die Beamt*innen das Zeug selber heimlich rein? Wo bleibt eigentlich das ganze Koks?

Der illegale Drogenhandel boomt; das Volk will Koks, das Volk bekommt Koks. Nie wurde mehr konsumiert und nie war es einfacher, an Stoff zu kommen. Was den Kokskonsum allein in Berlin betrifft, haben wir euch hier schon alles aufgeschrieben.

>> An Koks zu kommen, war noch nie so leicht wie heute

Während immer mehr Koks in die Schleimhäute sämtlicher Bevölkerungsschichten wandert, werden quasi im Wochentakt tonnenweise illegale Schneepäckchen aus Schiffen und Lastern gefischt. Bilder solcher Beschlagnahmungen zeigen nicht nur Unmengen weißes Zeug neben ernsten Beamten, sondern werfen auch die Frage auf, wo zur Hölle das ganze Zeug eigentlich bleibt, nachdem sich die glorreichen Drogenjäger mit ihren Trophäen zu wohlverdienten Schnappschüssen haben ablichten lassen.

Wo bleibt das Koks? Eine Pressesprecherin vom Bundeskriminalamt gibt Antwort

Britta Schmitz vom Bundeskriminalamt hat für uns das Rätsel gelüftet.

"Das Rauschgift wird im Regelfall im Auftrag der sachleitenden Staatsanwaltschaft in Sondermüllverbrennungsanlagen verbrannt, wenn es nicht mehr zu Beweiszwecken benötigt wird."

Ernüchternd. Keine geheimen Koksbunker. Keine Hochsicherheits-Drogenhochburgen staatlich konfiszierter Ware. Das Zeug wandert auf direktem Wege in den Müll – den vielleicht blutigsten Müll mit dem größten ökologischen Fußabdruck der Welt?

  • Quelle:
  • Noizz.de