Für ein müllfreies Europa.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze will die Tabakindustrie künftig an den Kosten für die Beseitigung weggeworfener Zigaretten beteiligen. „Wer Wegwerfartikel wie Zigaretten herstellt, wird künftig mehr Verantwortung für den Müll übernehmen müssen“, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

„So könnte die Zigarettenindustrie zum Beispiel an den Kosten für die Reinigung von Stränden oder Parks beteiligt werden.“ Dafür werde sie sich innerhalb der EU einsetzen.

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Junge läuft über Müllhalde Foto: unsplash / hermes rivera

Schulzes Vorhaben steht in Zusammenhang mit dem geplanten Einweg-Plastik-Verbot. Ende Oktober hatte das Europäische Parlament beschlossen, zum Schutz der Umwelt zukünftig Plastikmüll durch Einweg-Artikel zu verbieten. Davon betroffen sind zum Beispiel Strohhalme, Plastikbesteck und Wattestäbchen.

Schulze hofft, dass „noch in diesem Jahr ein europaweites Verbot von überflüssigem Einweg-Plastik auf den Weg“ gebracht werde. Das allein reiche aber nicht. Man müsse „weltweit zu drastischeren Mitteln greifen als bisher“, sagte die SPD-Politikerin.

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[In Zusammenarbeit mit dpa]

Quelle: Noizz.de