Ob die Menschen vor der Diktatur fliehen wollten, ist unklar.

An der japanischen Küste ist ein Fischerboot mit mehreren Leichen angespült worden, das Medienberichten zufolge aus Nordkorea stammen soll. Japanische Behörden hätten das hölzerne Wrack am Freitag an der Insel Sado rund 900 Kilometer vor der Küste Nordkoreas entdeckt, berichtete der Sender NHK am Wochenende.

Einsatzkräfte der Polizei und Küstenwache hätten darauf sieben verweste Leichen gefunden. Auf dem Boot seien koreanischen Buchstaben und Zahlen gewesen. Die örtlichen Ermittler gingen davon aus, dass das Boot über das Japanische Meer trieb und aus Nordkorea stammt.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur "Kyodo News" stranden jeden Winter Dutzende solcher Holzboote an den Küsten des Inselstaats. Es wird angenommen, dass diese von Nordkorea am westlichen Ufer des Meeres aufbrachen. Ob die Besatzung die abgeschottete Diktatur auf dem Seeweg verlassen wollte oder in den rauen Gewässern auf Fischfang ging und havarierte, ist unbekannt.

Japanische Behörden haben wiederholt nordkoreanische Fischer in ihren Hoheitsgewässern aufgegriffen und zurückgeschickt. Im kommunistischen Nordkorea herrscht besonders im Winter Nahrungsmittelknappheit. Viele Einwohner leiden laut dem Welternährungsprogramm (WFP) an Hunger.

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de