Wofür steht die neue CDU-Chefin „AKK“?.

Die Ära Merkel ist vorbei – zumindest, was den Parteivorsitz der CDU angeht. Auf ihrem Parteitag in Hamburg haben die Christdemokraten eine neue Chefin gewählt: Annegret Kramp-Karrenbauer, genannt AKK.

Die 56-Jährige konnte sich im zweiten Wahlgang gegen Friedrich Merz durchsetzen. Sie bekam 517 Stimmen, er 482. Der dritte Kandidat, Jens Spahn, schied im ersten Wahlgang aus.

Doch wer ist Annegret Kramp-Karrenbauer und was müsst ihr über sie wissen? Wir haben euch eine Übersicht zusammengestellt.

Woher kommt sie?

AKK kommt aus dem Saarland und hat dort 18 Jahre lang Regierungsarbeit in verschiedenen Positionen geleistet, zuletzt als Ministerpräsidentin. Die Wahl im Jahr 2017 konnte sie mit 40,7 Prozent gewinnen. Mit diesem Wahlerfolg im Rücken galt AKK schon länger als eine mögliche Kandidatin für die Merkel-Nachfolge.

Gleichgeschlechtliche Ehe

AKK hat sich in der Vergangenheit gegen die Homo-Ehe ausgesprochen und machte das auch während der Bewerbung für den Parteivorsitz deutlich: „Ich halte an meiner ablehnenden Haltung fest“, sagte sie in einem Interview.

Hartz IV, Renten und Co.

Die Saarländerin hat sowohl für Hartz IV als auch für Renten gewisse Reformen vorgeschlagen. Bezieher niedriger Renten möchte von Kranken- und Pflegekassenbeiträgen befreien, sodass mehr übrig bleibt.

In Sachen Hartz IV möchte AKK, dass sich Arbeit mehr lohnen solle. Daher sollen Menschen, die länger gearbeitet haben, auch länger Arbeitslosengeld I beziehen können. Außerdem soll möglicherweise die Höhe des Schonvermögens angehoben werden.

Klimawandel

Das große Zukunftsthema hat im innerparteilichen Wahlkampf nur eine Nebenrolle gespielt. Von Annegret Kramp-Karrenbauer ist jedoch bekannt, dass sie strengeren Klimaschutz-Gesetzen durchaus offen gegenüber steht, eine Hardlinerin ist sie in diesem Punkt jedoch keineswegs.

Innere Sicherheit

AKK gab sich als Law-and-Order-Politikerin und forderte stärkere Eingriffsmöglichkeiten für die Polizei gegen das organisierte Verbrechen. Außerdem forderte sie – genau wie ihre Konkurrenten – eine bessere Ausstattung für die Bundeswehr.

Abtreibungen

Das Werbeverbot, das im Zusammenhang mit Abtreibungen besteht, gilt in Deutschland nach wie vor. AKK hat sich dafür ausgesprochen, dass es bestehen bleibt: „Eine Abtreibung ist kein Blinddarm“, hieß es von ihr dazu.

Quelle: Noizz.de