Stößt diese Frau Donald Trump als Präsidentin vom Thron?

Luisa Hemmerling

Musik, Kultur, Interviews
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US-Senatorin Kamala Harris hat als vierte Frau ihre Kandidatur als Demokratin für die Präsidentschaftswahl 2020 erklärt. Foto: AP Sait Serkan Gurbuz

Die schwarze Kamala Harris kämpft offiziell für eine Präsidentschaft!

Wer wird 2020 gegen Trump kandidieren? Gerüchte über mögliche demokratische Kandidaten gab es viele. Sie reichten vom ehemaligen Vize-Präsidenten Joe Biden bis hin zum radikalen Demokraten Bernie Sanders und Senatorin Elizabeth Warren. Eine Mitstreiterin ist nun seit dem 15. Januar bestätigt: Sie heißt Kamala Harris, ist 54 Jahre alt und gelernte Juristin. In Deutschland kennt sie kaum einer, doch in den USA hat sie sich einen Namen gemacht als harte Juristin und Vorzeige-Frau für Diversität im Senat.

Ihr Vater war Jamaikaner, ihre Mutter Inderin. Die beiden trafen sich auf einer Bürgerrechts-Demonstration in Berkeley. Dieser Hintergrund sei Harris auch sehr wichtig, erzählt sie in einer Talkshow auf dem amerikanischen Sender „ABC“.

Im Jahr 2010 wurde Harris die erste Frau und die erste Person mit afrikanischen und asiatischen Vorfahren, die Generalstaatsanwältin von Kalifornien wurde. Seit 2016 ist sie die erste schwarze Senatorin aus Kalifornien. Politik-Experten aus den USA spekulieren darauf, dass sie als Präsidentin die Fähigkeit haben würde, ausgezeichnete Koalitionen innerhalb der Regierung zu formen.

Sie ist die Hoffnung für all diejenigen, die Donald Trump als Problem für ihr Land sehen. Sie ist eine vehemente Trump-Gegnerin und hat schon gegen mehr Kandidaten für die Trump-Administration gestimmt, als kaum ein anderer. „Die Krise, in der wir uns befinden, ist eine Krise unserer Führungskraft“, erzählt sie auf „ABC“. Trumps Plan, eine Mauer an der Grenze zwischen Mexiko und den USA zu bauen nennt sie ein „Eitelkeitsprojekt“.

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Es gibt aber auch kritische Stimmen gegen Kamala Harris. Die Rechtsprofessorin Lara Bazelon bezweifelt in der „New York Times“ Harris‘ Position als „progressive Anklägerin“, aufgrund von Harris‘ Entscheidungen in der Vergangenheit. Damals hätte sie als Generalstaatsanwältin Kaliforniens in einzelnen Fällen gegen fortschrittliche Urteile gestimmt.

Die Meinungen über Harris sind noch stark gemischt, und eine eindeutige Tendenz für oder gegen die Kandidatin nicht erkennbar.

Mit ihrer Interpretation von amerikanischem Stolz könnte sie aber die Zuneigung einiger Amerikaner gewonnen haben. So stellte Harris öffentlich klar: „Wir sind nicht fehlerfrei und nicht perfekt, aber wir sind ein tolles Land, wenn man bedenkt, auf welchen Prinzipien wir gegründet worden sind.“

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Quelle: Noizz.de