Gerüchte gibt es schon länger. Jetzt hat ein Konkurrent des Facebook-Gründers die Debatte angeheizt.

Donald Trump ist nicht gerade ein beliebter Präsident, und das ist noch höflich ausgedrückt: Nach seinen ersten 100 Amtstagen im April war er laut einer Umfrage der Washington Post und des Senders ABC der unbeliebteste US-Präsident seit den 50er Jahren. Seitdem sind die Zustimmungswerte mal rauf, mal runter gegangen. Aber wirklich gut finden ihn die wenigsten Amerikaner. In einer aktuellen Umfrage spricht sich die Mehrheit der Befragten, nämlich 54 Prozent, gegen ihn aus.

Angesichts dieser Werte ist es kein Wunder, dass sich viele Amerikaner nach einer Alternative sehnen – nach einem Mann wie Mark Zuckerberg. Gerüchten zufolge hat der Facebook-Gründer Ambitionen auf das Amt des US-Präsidenten. Derzeit tourt er durch Amerika, spricht mit Menschen und inszeniert sich dabei wie ein Politiker im Wahlkampf. Bis Ende 2017 will er jeden US-Staat bereist haben.

Zwar schrieb Zuckerberg erst vor wenigen in einem Facebook-Post, ihm gehe es darum, „die Hoffnungen und Herausforderungen der Menschen“ kennenzulernen und daraus zu lernen. Er wolle seinen Horizont erweitern, um der Facebook-Community so gut wie möglich zu helfen. Beobachter interpretierten das als Dementi einer möglichen Präsidentschaftskandidatur.

Trotzdem wollen Fans Zuckerberg offenbar im Weißen Haus sehen: Eine Lobbygruppe namens „Disrupt for America“ sammelt seit einigen Wochen Spenden und will den Facebook-Gründer überzeugen, bei der Präsidentschaftswahl anzutreten. „Wir müssen die Amerikaner überzeugen, um Mark zu überzeugen“, zitiert „Fortune“ einen Sprecher der Gruppe.

Jetzt wurde die Diskussion angeheizt – von einem Konkurrenten: Nathan Hubbard, früher Medienchef bei Twitter, ließ sich auf ebendieser Plattform über Zuckerberg aus. „Zuck will nicht Präsident werden“, schreibt er. Die Bilder von Zuckerbergs Tour sähen aus wie Outtakes aus „Forrest Gump“ und „Jungfrau, 40, männlich, sucht“. „Deshalb ist es albern, ihn mit Präsidentschaftsambitionen in Verbindung zu bringen. Er hat sehr wenige Fähigkeiten, die man braucht, um zu gewinnen.“

In seinem letzten von elf Tweets zum Thema bringt Hubbard eine neue Präsidentschaftskandidatin ins Spiel: Mit „#Sheryl2020“ deutet er an, dass Facebook-Vize Sheryl Sandberg bei der nächsten Wahl antreten könnte – auch wenn sie derartige Ambitionen ausdrücklich dementiert hat.

Quelle: Noizz.de