So humorvoll kann Verkehrspolitik sein.

Die Wiener Linien wollen kein Manspreading mehr sehen. Wie auch schon Madrid, New York, San Francisco oder Istanbul, startet nun auch die Österreichische Hauptstadt eine Kampagne gegen das unbeliebte Verhalten von Männern in der Öffentlichkeit: So breitbeinig sitzen, dass Menschen neben ihnen keinen Platz mehr haben.

Ihr Motto "Sitzt du schon, oder spreadest du noch?" ist Teil ihrer "Schummelzettel"-Kampagne. Diese illustrierten Bögen finden sich in allen Öffis der Wiener Linien und wollen mit einem Augenzwinkern für ein allgemeines Wohlbefinden in den Verkehrsmitteln sorgen.

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Das Problem am Manspreading ist nicht die Pose an sich. Jeder Mensch soll sitzen dürfen, wie er will. Das Problem ist, dass durch die breiten Beine so viel Platz eingenommen wird, dass sich andere Menschen (meist Frauen) im öffentlichen Raum beengt fühlen. Männer bemerken ihr egozentrisches Verhalten oft nicht.

"Erstmals ohne Manspreading U-Bahn gefahren: Mann fallen Hoden ab" – so humorvoll kann gesellschaftskritische Politik sein.

Dass Männer etwas breitbeiniger als Frauen sitzen, sollte jedem klar sein, der wenigstens schon mal ein Bild eines nackten Manns gesehen hat. Dass das kein Grund ist, anderen Menschen ihren Sitzplatz zu rauben, sollte jedem klar sein, der über vernünftigen Menschenverstand verfügt.

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Quelle: Noizz.de