5200 Soldaten und „Zeltstädte“: Wie Trump mit aller Macht gegen Flüchtlinge kämpft

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Mittelamerikanische Migranten auf dem Weg in die USA Foto: Francisco Estrada / dpa picture alliance

Trump sendet 5.200 Soldaten an die Grenze Mexikos.

Tausende Menschen aus Honduras sind gerade auf der Flucht. Zu Fuß durchlaufen sie Mexiko, insgesamt ein Marsch von über 4000 Kilometern. Ihr gemeinsames Ziel: Die USA, von der sie sich Asyl und ein Leben ohne Hunger, Armut und Gewalt erhoffen.

Ein Traum, dem der US-Präsident alles entgegensetzt, was ihm zur Verfügung steht. Er will keine Flüchtlinge in seinem Land. Das hat er mit Ankündigungen – etwa dem Bau einer Mauer entlang der Grenze – bereits genügend unter Beweis gestellt.

Damit die Hilfesuchenden aus Lateinamerika nicht in sein Land kommen, hat er nun 5.200 Soldaten an die ohnehin bewachte Grenze zwischen den USA und Mexiko geschickt. Diese sollen verhindern, dass die Honduraner über die mexikanische Grenze hinauskommen.

Seit die Menschen auf dem Weg sind, versucht Trump außerdem in den USA gezielt eine Anti-Flüchtlings-Stimmung zu erzeugen. Zum Beispiel auf Twitter.

„Viele Gang-Mitglieder und einige sehr schlimme Menschen befinden sich in der Karawane, die unsere südliche Grenze ansteuern. Bitte geht zurück, ihr werdet in die USA nur über den legalen Weg gelassen. Ihr betreibt da eine Invasion gegen unser Land, und unser Militär erwartet euch.“

Für den Fall, dass es den Honduranern trotzdem gelingen sollte, US-amerikanischen Boden zu betreten, hat Trump ebenfalls vorgesorgt. Er plant, sie in „Zeltstädten“ unterzubringen. Dort sollen sie solange festgehalten werden, bis ihr offizielles Asyl-Verfahren stattfindet.

Da er keine „Hunterte Millionen von Dollar“ für richtige Gebäude ausgeben möchte, hat er sich für die preiswerte Variante entschieden. Zitat Trump: „Sehr schöne Zelte.“

Honduras ist neben Haiti eines der ärmsten Länder Mittelamerikas. 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Zusätzlich werden die Honduraner von diversen kriminellen Jugendbanden mit teilweise zigtausenden Mitgliedern tyrannisiert. Die Flucht in die USA ist ein verbreitetes Phänomen.

Quelle: Noizz.de