Immer mehr Gefahren im Netz – wir müssen Internet lernen!

Quietschende Kreide an der Tafel, acht Kilo Bücher im Schulranzen, Windows XP auf verstaubten Rechnern im Computerraum – man hat das Gefühl, unsere Schulen sind der Steinzeit hängen geblieben.

Das findet auch die große Mehrheit der Deutschen, wie aus einer neuen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom hervorgeht. Demnach gaben 84 Prozent an, dass digitale Kompetenzen im Unterricht einen höheren Stellenwert genießen sollten. Genauso viele (84 Prozent) sind der Meinung, Kinder sollten in der Schule lernen, sich sicher in sozialen Netzwerken zu bewegen.

Facebook als Unterrichtsfach – warum nicht? Schließlich lauern in den Tiefen des World Wide Webs immer mehr Gefahren: Hacker, die Profile kopieren und sie für kriminelle Zwecke verwenden oder Pädophile, die sich unter falschen Angaben in Chats an Minderjährige ranmachen.

Doch nicht nur für die Sicherheit der Schüler, kann der digitale Unterricht von Vorteil sein: Die Kinder werden so auch besser auf das Leben und Arbeiten in der digitalen Welt vorbereitet – das finden drei von vier Studienteilnehmern.

Für sechs von zehn Befragten sollte Programmieren genauso selbstverständlich vermittelt werden wie Rechnen und Schreiben. Ab der fünften Klasse sollte Informatik im Stundenplan Pflicht sein, finden 69 Prozent.

Es könnte alles so einfach sein: Keine Kreideflecken mehr auf den Hosen, leichte Schultaschen, weil nur noch halb soviele Bücher benötigt werden und moderne, schnelle Laptops für alle Schüler. Die Realität sieht momentan noch anders aus – doch wer weiß: Vielleicht schafft es die Bundesregierung unter der neuen Bildungsministerin Anja Kaliczek unsere Schulen aus der Steinzeit ins digitale Zeitalter zu holen.

Quelle: Noizz.de