Die Gräber sind leer – aber sie stehen für echte Schicksale ...

Sie starben in Syrien, mehr als 3.000 Kilometer von Brüssel entfernt: Kinder, die zwei, vier, sechs Jahre alt wurden, bevor sie durch Bomben oder Giftgas ums Leben kamen. Jetzt wurden sie in Belgien begraben – zumindest sieht es so aus.

Denn die Organisation „Save the Children“ hat mitten in Brüssel einen Friedhof aufgebaut: Vor dem Gebäude der Europäischen Kommission reihen sich Grabsteine mit arabischen Namen. Zwar sind die Gräber leer, nur Symbole. Aber sie sollen an Kinder erinnern, die in Syrien gelebt haben und gestorben sind. In einem Bürgerkrieg, der seit mittlerweile sechs Jahren ausgefochten wird.

Die Organisation „Save the Children“ hat die Grabsteine aufgestellt

Dass die Gräber in Brüssel stehen, ist kein Zufall. Hier liegt das Machtzentrum der Europäischen Union. „Save the Children“ hat den Friedhof wenige Tage vor der Syrien-Konferenz eingeweiht, die an diesem Mittwoch in Brüssel gestartet ist: Die EU-Staaten wollen unter anderem besprechen, wie viel Geld sie den syrischen Nachbarn für die Flüchtlingshilfe geben.

Mindestens drei Millionen syrische Kinder sind jünger als sechs Jahre – und haben die Zeit vor dem Krieg nicht erlebt. Allein 2016 sind laut UNICEF mehr als 600 Kinder in dem Land gestorben. Am Dienstag sind nach Angaben von Aktivisten bei einem Giftgas-Angriff 58 Menschen erstickt, darunter neun Kinder.

Quelle: Noizz.de