Sie ist die Heldin, die wir dringend brauchen.

Greta Thunberg ist die real gewordene Romanheldin Momo, die im Alleingang gegen die grauen Herren in den Kampf zieht und versucht, der Welt die Zeit zurückzuholen:

16 Jahre jung, segelt sie auf ihrem Boot über die Meere, um uniformierten Ü50-Menschen vor Augen zu halten, dass sie mit ihrer Politik die Welt zerstören. So kämpft auch sie um Zeit – unserer Zeit auf der Erde, die ohne radikale Änderungen schneller abgelaufen sein könnte, als uns lieb ist.

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Sie ist eine echte Heldin, eine reale, und das Beste, was unserer Welt passieren konnte. Hier ist mein Plädoyer für Greta Thunberg, die alle Friedenspreise verdient hat, die es gibt, und natürlich auch den größten und wichtigsten: den Nobelpreis.

>> Trump will Nobelpreis, weil Obama auch einen hat

Das muss man sich mal vorstellen!

Da versucht ein junges Mädchen, unsere Welt zu retten, ausgestattet mit den besten Argumenten und edelsten Absichten, eine Welt, auf der wir alle leben, weiterleben wollen, und die nur durch uns so sehr zerstört wird und gefährdet ist – und stößt damit auf Widerstand?!

… auf Widerstand der mächtigsten Politiker, Donald Trump und Wladimir Putin, die sich beide über die junge Aktivistin lustig machen.

… auf Widerstand vom AfD-Vorsitzenden Jörg Meuthen, der die Facebook-Gruppe "Fridays for Hubraum" lobt (eine satirische Antibewegung auf Gretas "Fridays for Future") und ihren Aktionismus als "Ideologischen Irrsinn" abtut.

… auf Widerstand von CDU-Politiker Friedrich Merz, der sie als "krank" beschrieben hat.

… auf Widerstand des "Louis Vuitton"-Chefs Bernard Arnault, der sie "demotivierend" findet.

… auf Widerstand des Kabarettisten Dieter Nuhr, der in seiner TV-Show "Nuhr im Ersten" Witze über Greta riss.

… oder eben auch auf Widerstand des Großteils der Deutschen. Nach einer neuen Umfrage des Instituts "YouGov" mit über 2.000 deutschen Erwachsenen, wollen nämlich zwei Drittel nicht, dass Greta oder Friedensnobelpreis bekommt.

Haltungen und Reaktionen, die eines eint: Sie sind nicht sachlich und stammen von Menschen, die man irgendwo zwischen reaktionär und machtgeil einordnen würde. Klar, dass die nicht mit einem Grinsen im Gesicht und einer Rettungsweste unterm Arm auf ihrem kleinen Boot anheuern.

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Greta verdient den Nobelpreis

Wer sonst?

Greta ist das Rolemodel des internationalen Klimaschutz. Als wär es nichts, hat sie unseren maroden Planeten geschultert und tauscht ihre Jugend gegen einen Kampf, von dessen Ausgang unserer aller Zukunft abhängt. Ihre Demonstrationsbewegung "Fridays for Future" ist zum internationalen Phänomen gewachsen, ihre Reden, ihr Auftreten, ihr Charisma bewegen Menschen auf der ganzen Welt und sind sachlich auf die Erkenntnisse der Wissenschaft gestützt. Warum sonst hat keiner der oben aufgeführten Greta-Kritiker richtig gute Argumente gegen sie in der Hand? Weil es keine gibt. Weil Greta recht hat.

Etliche einflussreiche und prominente Personen haben das zum Glück auch schon verstanden: Von Billie Eilish bis Obama – diese 19 Promis kämpfen mit Greta gegen den Klimawandel

Der Friedensnobelpreis würde das noch einmal unterstreichen und sie gegen den reaktionären Widerstand unempfindlicher machen. Greta kann jeden Rückenwind gebrauchen, den wir ihr geben können. Auch das Preisgeld in Höhe von rund 830.000 Euro würde sie und ihre Initiativen beflügeln. Sie ist unser bestes Pferd im Rennen, und wer das immer noch nicht verstanden hat, der muss sich wohl damit abfinden, in einer Stallbox zwischen Meuthen, Trump und Nuhr zu wiehern.

Greta for Future! We got ya back.

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Quelle: Noizz.de