Und sie habe noch nicht einmal alle Fehler angestrichen.

Nach dem Schulmassaker in Parkland im Februar 2018 schrieb Yvonne Mason einen empörten Brief an Donald Trump. Sie forderte, dass der Präsident alle Familien der 17 Opfer des Amoklaufs besucht. Anfang des Monats erhielt sie nun eine Antwort. Darin beschreibt er, dass er bereits mit Überlebenden und Hinterbliebenen gesprochen, politische Gespräche geführt, sich um neue Regelungen und höhere Budgets für die Sicherheit an Schulen bemüht habe.

Weder inhaltlich noch formal war die 61-jährige Mason zufrieden mit dieser Rückmeldung. Wütend ging sie den Brief erneut durch und strich Rechtschreib- und Grammatikfehler an. Dann postete sie ein Foto von dem Blatt bei Facebook. Mason ist Lehrerin und seit vergangenem Jahr im Ruhestand. Allerdings befände sie sich noch immer im "Korrekturmodus", wie sie gegenüber "New York Times" sagte.

Neben Markierungen sind auch einige Kommentare in dem Brief zu erkennen. "OMG this is WRONG!" schreibt Mason etwa nach einem Wiederholungsfehler. "Erkläre 'Regel'" notiert sie, als ihr eine Aussage nicht ausreichend konkret ist.

"Das war eine ziemlich schlecht formulierte Botschaft", sagte Mason der "New York Times". "Wenn jemand in der Lage ist, es besser zu machen, dann sollte er das auch tun."

Als Hilfestellung notierte Mason noch einen Link auf dem Brief. Auf der Website plainlanguage.gov von der US-Bundesregierung kann er sich über leichtere und verständliche Sprache informieren.

Quelle: Noizz.de