Eine Gesetzeslücke von 2005 macht ihm das möglich.

Es ist wirklich unfassbar, wie viel Leid und Zerstörung man anrichten kann, wenn man Donald Trump ist und dann auch noch Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Gerade erst hat der 73-Jährige mit seiner "Lösung" des Nah-Ost-Konflikts für eine Annexion der Palästinenser gesorgt, die die Israelis in vier Jahren notfalls mit militärischer Gewalt durchsetzen dürfen: Warum Trumps "Lösung" für den Nah-Ost-Konflikt heuchlerischer Bullshit ist. Eine Lösung, die keine ist, und an Brutalität kaum zu überbieten wäre.

Beim Bau seiner gleichermaßen sinnlosen, unrealistischen und grausamen Mauer entlang der Grenze Mexikos hat er nun noch mal daran erinnert, dass ihm nicht nur die Araber scheißegal sind, sondern ihm heilige Kulturgüter und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenwelten ebenso am Arsch vorbeigehen.

Wie in der "Washington Post" zu lesen, mäht Trump für den Bau dieser rassistischen "Walls" gerade durch Naturreservate und heilige Grabstätten der Tohono O'Odham Nation, wo sie Stammesfeinde der Apachen beerdigten, als gäb's kein Morgen. Die Bilder und Aufnahmen sehen schlimm aus.

Das ist ein Video des demokratischen Politikers Raul Grivalja, der vor Ort war und sich für die Natur und die Betroffenen einsetzt. Die Aufnahmen seines Teams zeigen, wie im "Organ Pipe Cactus National Monument" – so heißt das Naturreservat – baumgroße Kakteen ausgerissen neben der neuen Straße liegen, und wie zahllose weitere von Baggern und Bolldozern plattgemacht werden. "Die Bauarbeiter haben strenge Zeitpläne und müssen jeden Tag eine bestimmte Strecke neuer Mauer bauen. Denen ist alles egal, was sie dafür umnieten müssen", erklärt Grivalja.

Abgesehen von der eigentlich streng geschützten Natur sind auch kulturelle Heiligtümer von Trumps egomaner und ethnozentrierter Politik betroffen. Gerade fräsen sich seine Bauarbeiter durch einen riesigen monumentalen Friedhof ehemaliger amerikanischer Ureinwohner, der auch im Reservat liegt. Aber der US-Präsident kennt keine Kultur, die nicht seine eigene ist. Erst vor Kurzem hatte er dem Iran gedroht, sollten sie sich gegen ihn zu Wehr setzen, werde er 54 ihrer wichtigsten kulturellen Denkmäler zerbomben lassen.

Das Schlimmste: Trumps Wüten ist legal und kann wahrscheinlich nicht gestoppt werden. Wie Grivalja weiter erklärt, gibt es ein 2005 verabschiedetes Gesetz, mit dem sich Trump über den eigentlich offiziellen Umweltschutz hinwegsetzen kann.

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Quelle: Noizz.de