„Manchmal müsse man einfach gehen“, sagt Trump – so true, so true …

Nach vielen großen Worten endet der zweite Gipfel von Trump und Kim Jong-un in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi im Streit. Vor allem für den US-Präsidenten bedeutet dies eine große Enttäuschung. Massive Differenzen über den Weg zu atomarer Abrüstung und die Aufhebung von Sanktionen führten wohl dazu, dass das ohne jede Einigung vorzeitig beendet wurde. Dabei waren sie doch auf so einem guten Weg!

>> Meanwhile in Rotterdam: 90.000 Wodka-Flaschen für Kim Jong-un  dürfen nicht nach Nordkorea

Nicht einmal eine gemeinsame Abschluss-Erklärung mit Minimalergebnissen kam zustande. Mit dem abrupten Ende sind die Hoffnungen auf eine Friedenslösung für die koreanische Halbinsel nun wieder deutlich geringer. Pläne für einen dritten Gipfel – nach Singapur und Hanoi – gibt es nicht. Das Weiße Haus erklärte nur, die „jeweiligen Teams“ wollten die Gespräche fortsetzen. Trump sagte:

Ich hätte etwas unterschreiben können. Aber es ist besser, etwas richtig zu tun als schnell.

Der erhoffte Friedensnobelpreis dürfte für Trump damit weit in die Ferne gerückt sein. Armer Donald, Liebeskummer und kein Friedensnobelpreis. Manno! Über die echten Gründe des abrupten Abbruchs der Gespräche ist natürlich nix bekannt. Nordkoreas Diktator verließ den Schauplatz des Gipfels, ohne jede Erklärung. Trump zufolge bestand Kim darauf, dass alle Sanktionen gegen sein Land komplett aufgehoben werden.

>> Inspiriert von den Ereignissen: Der Grimes-Song über eine nordkoreanische Girlband ist verstörend gut

Hmm, aber was macht Trump jetzt ohne Rocket Man?

Wahrscheinlich sich mit Steak und Ketchup, seinem Lieblingsessen, vollstopfen. Aber wir haben da noch ein paar Tipps, um den Trennungsschmerz zu überstehen ...

1. In einer TelKo mit Basketballer Dennis Rodman sich erstmal ausheulen – ich mein, der kennt beide. Und versteht beide.

2. Pearl Harbor gucken – so Katharsis-mäßig, damals haben zwar die Japaner für die überraschende Niederlage gesorgt … aber vielleicht kann man aus Fehlern lernen.

3. Moranbang rauf und runter hören! Schließlich ist das Kim Jong-Uns Lieblingsband:

Alternativ kann Trump sich auch ganz oft Gangnam Style anhören. Wenn wir ehrlich sind, sieht PSY schon ein bisschen aus, wie Kims südkoreanischer Zwillingsbruder.

4.  Disney-Filme reinziehen. Die mag Kim auch. Vor allem Micky Maus.

5. Ein paar Folgen M*A*S*H reinziehen ... als mahnendes Beispiel, dass sich der Koreakrieg nicht wiederholen sollte. Denn nochmal kriegen wir den Seriencast nicht zusammen!

6. In Berlin mit der U5 fahren … die U-Bahn-Waggons in Pjöngjang stammen nämlich aus dem DDR-Fundus aus den 50ern/60er Jahren. Vielleicht geht es Trump dann etwas besser.

7. Die Hyundai-Familie fragen, ob sie irgendwie vermitteln können. Denn die Familie hinter dem südkoreanischen Auto-Giganten stammte, kein Witz, aus Nordkorea.

8. Bei Henry Kissinger nachfragen, wie das mit dem Nobelpreis richtig geht. Der hat ihn nämlich 1973 gemeinsam mit Lê Đức Thọ für die Arbeit am Vertrag von Paris, dem offiziellen Friedensabkommen zwischen dem Nord- und Südvietnam, erhalten. Nun fragt euch mal, warum Trump unbedingt nach Hanoi wollte mit Kim …

9.  Die Stimem Koreas auf YouTube rauf und runter bingen – den offiziellen, staatlichen Auslandrundfunk gibt es mittlerweile sogar in englischer Synchronisierung.

10. Essen gehen in einer von über 100 Pyongyang-Filialen. Authentisches Staatsempfägnis-feeling made in Nordkorea. Dort kann man Kimchi und schwarzes, koreanisches Trend-Eis essen.

[Text im Vorspann: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de