Um in der Mongolei die Erlaubnis zu bekommen, einen Argali zu töten, musst du politische Kontakte und Geld haben.

Das Argali-Schaf ist das größte lebende Schaf der Welt. Es lebt in den Gebirgsketten Zentralasiens – und ist vorm Aussterben bedroht. Während im Jahr 1985 noch 50.000 Argalis in freier Wildbahn lebten, waren es 2009 nur noch um die 18.000; diese Zahl sinkt stetig. Aufgrund seiner großen, majestätisch geschwungenen Hörner ist es aber trotzdem eine beliebte Jagd-Trophäe für Hobby-Wilderer sowie Donald Trumps Sohn. Donald Trump Jr. tötete während seines Urlaubs in der Mongolei eins der vorm Aussterben bedrohten Tiere.

Die Jagd fand nachts statt. Mit einem Gewehr mit Laser-Sicht zielte Trump Jr. auf das Riesenwildschaf und traf. Mit ihrer Handy-Taschenlampen suchten sie das tote Tier in der Landschaft. Trump Jr. bat, es noch nicht auseinanderzunehmen, damit die Hörner und das Fell intakt bleiben würden.

Das Tier tötete Trump Jr. schon im August. Die Erlaubnis dafür bekam er erst im Nachhinein – zufälligerweise kurz nachdem mongolische Staatsmenschen im Weißen Haus zu Besuch waren. Das recherchierte jetzt die Non-Profit-Organisation "ProPublica".

Um in der Mongolei die Erlaubnis zu bekommen, einen Argali zu töten, musst du politische Kontakte und Geld haben. In der Region, in der Trump Jr. unterwegs war, wurden dieses Jahr nur drei Erlaubnisse erteilt.

Andy Surabian, ein Pressesprecher von Trump Jr. weist alle Vorwürfe ab, dass sein Vater was mit der Erlaubnis zu tun gehabt hätte. Die Reise sei schon geplant gewesen, bevor Donald Trump überhaupt Präsident geworden ist. Trump Jr. habe selber für alles bezahlt und sich persönlich um die Erlaubnis gekümmert.

"ProPublica" berichtet, ein Mitglied der regierenden Partei in der Mongolei, Jandos Kontorbai Ahat hätte den Ausflug geplant. Der sagt, er hätte Trump Jr. als respektvollen Menschen erlebt.

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Quelle: Noizz.de