Der US-amerikanische Präsident Donald Trump hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Ihm gehe es gut, berichten er und das Weiße Haus, aus einer reinen Vorsichtsmaßnahme sei er aktuell im Walter-Reed-Militärkrankenhaus. Doch die Berichterstattung wirft ernste Zweifel am Wahrheitsgehalt auf.

Die USA sind das am schlimmsten von Corona betroffene Land der Welt. Über sieben Millionen Menschen haben sich bereits mit dem Virus infiziert, über 200.000 starben. Die Arbeitslosenzahlen erholen sich gerade ein wenig, aber zum bisherigen Hochpunkt der Pandemie gingen 22 Millionen Jobs verloren.

Viele sind sich einig, dass dies die Schuld von Präsident Donald Trump ist, der das Virus wochenlang nicht ernst nahm – anfangs sogar behauptete, es ginge von alleine wieder weg, zum Beispiel durch das gute Wetter.

Nun hat er sich selbst mit Corona infiziert und wurde prompt in ein Militärkrankenhaus in Washington eingeliefert – aus reinen Vorsichtsmaßnahmen, wie er und sein Team beteuerten. Aber ab hier wird es fadenscheinig: Die Berichterstattung widerspricht sich, offizielle Fotos aus dem Weisen Haus sind Fakes, und die Ärzte halten sich teils bedeckt.

Faket Trump seinen Gesundheitszustand? Widersprüchliche Berichterstattung und Fake-Fotos

Noch vor seinem Abflug ins Krankenhaus nahm Trump ein Video auf, in dem er attestierte, ihm gehe es so weit gut – doch bereits mit einem zweiten Video aus dem Krankenhaus, keine 24 Stunden später, widersprach er sich: Ihm ginge es vorher nicht gut, aber nun viel besser.

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Zusätzlich geht das Gerücht um, er habe im Weißen Haus eine künstliche Sauerstoffzufuhr bekommen – eine Frage, der sein Ärzteteam vehement aus dem Weg geht, wie man im Video der offiziellen Pressekonferenz vor dem Krankenhaus sehen kann.

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Eine Twitter-Userin entlarvt die Bilder als Fakes.

Und dann gibt es da noch die offiziellen Fotos vom Weißen Haus eines arbeitenden Trumps, die zeigen sollten, wie fit er ist – die aber offensichtlich Fake sind. Obwohl die verschiedenen Aufnahmen nach offiziellen Angaben nur wenige Minuten nacheinander entstanden sind, zeigen die Lichtverhältnisse der Fotos, dass jeweils mit komplett unterschiedlichen Belichtungs-Setups gearbeitet wurde. Und wer an Trumps "Arbeit" zoomt, der erkennt, dass er da anscheinend in die Mitte eines komplett leeren Blatts seine Unterschrift setzt.

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Und dann sind da noch Spiegelungen auf dem Schreibtisch, die so einfach nicht echt sein können.

Warum macht das Weiße Haus das?

Ist Trump in Wahrheit schwerkrank?

Vermutlich nicht. Wie sein Ärzteteam bestätigte, zeigt der Präsident bislang nur milde Symptome. Warum dann so viel Fake-News?

Wie der "Focus" vermutet, könnte Trump mit seinen widersprüchliche Aussagen vom Anfang versucht haben, die Börse zu beruhigen. Nach Bekanntgabe seiner Erkrankung sei der US-amerikanische Leitindex prompt um 0,5 Prozent eingebrochen.

Ansonsten hat sich das Weiße Haus um seinen Status als seriöse Quelle gebracht und gezeigt, dass es im Zweifelsfall auch mal mehr Schein als Sein sein darf.

  • Quelle:
  • Noizz.de