Das ist an sich nichts Neues, aber nun hat der US-Präsident einen Katalog mit Sanktionen vorgestellt.

Wenn im Football-Stadion die US-Hymne erklingt, knien sich immer wieder Profis hin. Seit zwei Jahren geht das nun schon so. So wollen die Spieler immer wieder aufs Neue ein Zeichen gegen den Rassismus in ihrem Sport, als auch im Alltag setzen. US-Präsident Donald Trump ist das schon lange ein Dorn im Auge.

Nun hat er sich für radikale Strafen eingesetzt. Und wie könnte es anders sein, bei dem unvorhersehbarsten Regierungsoberhaupt der letzten Dekade: per Tweet.

Er rief Ligaboss Roger Goodell zum Handeln auf:

Beim ersten Mal knien - ein Spiel Sperre. Beim zweiten Mal knien - Sperre für die gesamte Saison, ohne Gehalt!"

Eigentlich ist die NFL Trumps Wunsch bereit in gewisser Weise nachgekommen: Kniefall und andere Protesthandlungen beim Abspielen der US-Hymne sind verboten Die Regel wurde aber breits wieder außer Kraft gesetzt – um Eskalationen in der Liga zu vermeiden.  

Richtig ernst nehmen, tut Trump ohnehin keiner. „Er hat keine Ahnung, warum sie auf die Knie gehen oder warum sie überhaupt protestieren", sagte etwa Steve Tisch, Miteigentümer des Teams „New York Giants“ in einem Interview mit dem „Hollywood Reporter“. US-Präsident Trump hatte die Spieler über Twitter und in Ansprachen schon mehrfach beschimpft, unter anderem als „Hurensöhne" .

Quelle: SID/dpa