Außerdem sind seine Gegner "Dreckskerle".

US-Präsident Donald Trump ist ja für seine exzentrischen Aussagen bekannt. Nun kam er erneut mit einer eigentümlichen Aussage um die Ecke, die er während des Weltwirtschaftsforums in Davos von sich gab: Er würde nach eigener Aussage gerne das Amtsenthebungsverfahren im US-Senat aus nächster Nähe mitverfolgen. "Ich würde gerne hingehen, wäre das nicht großartig, wäre das nicht schön", sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz auf die Frage einer Reporterin, ob er irgendwann bei den Verhandlungen auftauchen werde. Finden wir auch: Megaschön alles! Wir können uns keine bessere Art der Freizeitgestaltung vorstellen, als in der ersten Reihe zu sitzen, während verhandelt wird, wie viel man selbst rechtlich verbockt hat, um seines Jobs als Präsident für unwürdig erklärt zu werden.

Trump führt aus: "Ich würde irgendwie gerne direkt in der ersten Reihe sitzen und in ihre verdorbenen Gesichter starren." Allerdings glaube er nicht, dass seine Verteidiger ihn dabei haben wollten, machte Trump deutlich. Der Republikaner ist der dritte Präsident der USA, gegen den ein Amtsenthebungsverfahren geführt wird.

Die Anklagepunkte gegen Trump lauten Machtmissbrauch und Behinderung der Ermittlungen des Repräsentantenhauses. Die republikanischen Senatoren, die die Mehrheit in der entscheidenden Kammer des Verfahrens stellen, stehen bislang allerdings geschlossen hinter ihm, weshalb Trump keine Amtsenthebung fürchten muss.

An diesem Mittwoch beginnen die Eröffnungsplädoyers der Anklagevertreter aus dem US-Repräsentantenhaus. Über sie sagte Trump – wobei er insbesondere den führenden Ankläger Adam Schiff im Blick hatte: "Das sind große Dreckskerle, sie sind sehr unehrliche Leute." Trump kritisierte das Amtsenthebungsverfahren erneut als "Scherz" und sagte, es blockiere das Land. Dabei hätten seine Ankläger nichts gegen ihn in der Hand. "Sie haben nichts. Sie haben nicht mal eine Straftat."

Aus reiner Sensationslust würden wir uns ja sogar freuen, wenn Trump keifend und schimpfend in der ersten Reihe seines Verfahrens sitzen würde. Allerdings dürfte das den gesamten Prozess ziemlich behindern. Da muss Trump mit seinen kleinen Fingerchen wohl doch wieder zu Twitter greifen.

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[In Zusammenarbeit mit dpa]

Quelle: Noizz.de