30 Jahre nach dem Mauerfall ...

Es ist jetzt fast genau 30 Jahre her, dass Günter Schabowski aus Versehen den legendären Satz ablieferte "Nach meiner Kenntnis ... ist das ab sofort unverzüglich" – und damit den Mauerfall unwiderruflich einleitete. Seitdem hat sich viel verändert, einige Vorurteile zwischen Ost- und Westdeutschland halten sich allerdings hartnäckig,

Etwa, dass die "Ossis" ja viel freizügiger wären als die "Wessis" – nun ja, eine Studie im Auftrag der Online-Partnerbörse Parship hat jetzt ergeben, dass es zwar schon noch einige Unterschiede gibt, wir uns alle aber bundesdeutsch in Sachen Liebe und Beziehung viel ähnlicher sind, als wir vielleicht denken.

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Für die Studie wurden 1.010 Personen zwischen 18 und 65 Jahren befragt – davon waren gut 674 in einer Beziehung. Im Groben lassen sich die Ergebnisse wie folgt zusammenfassen: Im Osten wohnen etwas mehr Fremdgeher, und Westdeutsche ziehen eher für die Liebe um. In Sachen Beziehung sowie Partnerwahl ticken Ost und West allerdings sehr ähnlich.

En Detail bedeutet das, dass schon einmal gut 39 Prozent der Ostdeutschen schon einmal fremdgegangen. Bei den Westdeutschen war ein Drittel , also etwa 33 Prozent, bereits untreu. Okay, das ist jetzt doch kein so großer Unterschied. Dafür würden in westdeutschen Städten rund 61 Prozent für ihre Beziehung die Stadt wechseln. Im Osten ist nur rund jeder Zweite.

Bei der Partnersuche ist es den Bewohnern der alten Bundesländer außerdem wichtiger, dass ihr Partner Geld und einen gewissen Status mitbringt. Für Ostdeutsche spielt hingegen die Meinung von Freunden und der Familie über den Partner eine größere Rolle.

Im Herzen wiedervereint

Ähnlich sind wir uns hingegen, wenn es ums Zwischenmenschliche geht. Die meisten Menschen haben ihren Partner über den Freundeskreis kennengelernt – egal, wo sie in Deutschland leben. Etwa ein Drittel der Bevölkerung hat sich schon einmal online verliebt. Bei den inneren Werten, die der Partner besitzen sollte, herrscht ebenfalls Einigkeit: Ein Partner mit Humor ist Ost- und Westdeutschen gleichermaßen wichtig , fast 90 Prozent geben das als ein entscheidendes Kriterium an.

One Night Stands sind nicht so ein Ding: Nur 14 Prozent der befragten Bevölkerung im Osten und 11 Prozent im Westen geben an, sich häufiger mit jemandem auf eine einmalige Bettgeschichte einzulassen. Und selbst wenn man mal auf jemanden steht, heißt es in beiden Teilen Deutschlands nicht automatisch, dass es schnell zur Sache ginge: Jeweils rund zwei Drittel aller Befragten geben an, jemanden erst besser kennen zu müssen, bevor sie intim werden. 

Hoch im Kurs steht auch die Familie: Für 83 Prozent im Westen und 82 Prozent im Osten hat die nämlich Priorität. Jeder Zweite im Westen möchte sein persönliches Liebesglück zudem mit einer Hochzeit krönen – ganz schön konventionell, wir Almans.

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Quelle: Noizz.de