Legales Kiffen könnte Deutschland 2,6 Milliarden Euro einbringen

Katharina Kunath

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Eine Cannabis-Legalisierung würde dem Fiskus ganz schön Zaster einbringen
Eine Cannabis-Legalisierung würde dem Fiskus ganz schön Zaster einbringen Foto: Photo by Wesley Gibbs on Unsplash

Das zeigt eine neue Cannabis-Studie des Deutschen Hanfverbands.

Das die Legalisierung von Gras der deutschen Staatskasse ein ganz schönes Sümmchen einbringen könnte, wissen wir nicht erst seit gestern. Dass es sich bei den Einnahmen aber um mehr als 2,6 Milliarden Euro handeln würde, sollte auch den letzten Kritiker von den wirtschaftlichen Vorteilen einer Legalisierung überzeugen ...

Wer hat die krasse Zahl ausgerechnet?

Das Ergebnis der Weed-Gleichung stammt von Professor Justus Haucap von der Universität Düsseldorf. Der hatte sich der Studie im Auftrag des Deutschen Hanfverbandes (DHV) angenommen. Erste Erkenntnisse der Studie wurden bereit Ende September bekannt.

Damals war der Ökonom aber noch von Steuereinnahmen in Höhe rund einer Milliarde Euro ausgegangen. Der jetzige Wert ist damit fast 2,5-mal so groß als zwischenzeitlich prognostiziert.

Wie kommt die gewaltige Summe zustande?

Steuereinnahmen, Kosteneinsparungen und ein neuer Wirtschaftszweig, der den Schwarzmarkt ersetzen soll: Das sind alles Faktoren, die in die ausgerechnete Gewinnsumme mit einspielen.

[Mehr dazu: Legales Kiffen könnte Deutschland Milliarden bringen]

Besonders hoch: Eingesparte Repressionskosten, also Kosten, die sonst jährlich für die Verhütung, Verfolgung und Sanktionierung von Cannabis-Straftaten aufgewendet werden – sei es auf Seiten der Polizei, der Staatsanwaltschaften oder Gerichten. Stolze 1,077 Milliarden Euro könnten alleine dadurch gespart werden.

Das zweitgrößte, ökonomisch lohnende Argument wäre eine anfallende Cannabis-Steuer: Bei einem landesweiten Verbrauch von 250 Tonnen wären das 650 Millionen Euro, nimmt man die Alkohol- oder Tabaksteuer als Vorbild. Plus Umsatzsteuer versteht sich, also noch mal 404 Millionen Euro.

Na, werdet ihr schon vom Kopfrechnen high?

Dann katapultiert euch die letzte entscheidende Zahl sicher auf 'ne grüne Wolke: Würde aus dem florierenden Schwarzmarkt tatsächlich ein regulierter Wirtschaftszweig werden, würden auch hier Gewerbe- und Körperschaftssteuern aufkommen, Lohnsteuer und Sozialabgaben. Nicht zu vergessen auch Renten-Kranken- und Pflegeversicherungen der Beschäftigten. Laut Haucaps Rechnung nochmal mehr als 537 Millionen Euro. Sheeesh.

Alle Einzel-Ergebnisse der Studie könnt ihr hier nachlesen.

[Auch interessant: Mexiko will Cannabis legalisieren]

Quelle: Noizz.de

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