Du und ich = arme Schweine ...

Der 5. Januar ist der „Tag der fetten Katze“. Das hat leider nichts mit lustigen Tiervideos zu tun, sondern mit einem ernsten Thema: Denn der „Fat Cat Day“ kommt aus Großbritannien und wurde von einer Lobbygruppe ins Leben gerufen, die sich dem Kampf gegen Millionen-Boni verschrieben hat.

Eine „fette Katze“ ist im Englischen ein Manager, der einen großen Haufen Geld bekommt – zu groß, wie viele Durchschnittsverdiener meinen. Und an eben diesem 5. Januar ist die Katze schon so fett, dass sie mehr verdient hat, als ein Otto-Normal-Arbeiter das im ganzen Jahr schaffen wird.

Nach einem Bericht der WELT kassieren die Chefs von Dax- und MDax-Konzernen einen Stundenlohn von annährend 830 Euro.

Doch dafür müssen die Bosse auch ordentlich schuften. Das zeigen die Annahmen der Berechnung: Ein Vorstandschef arbeitet zwölf Stunden am Tag, nimmt nur jedes vierte Wochenende frei und nutzt nur zehn Urlaubstage. Damit arbeitet er 320 Tage pro Jahr.

Doch selbst mit geregelten Arbeitszeiten würden die Vorstands-Bosse ihre Mitarbeiter innerhalb weniger Tage überholen. Auch wenn der „Fat Cat Day“ nur ein Zahlenspiel ist: Die Lohnunterschiede in der Gesellschaft sind gigantisch. Der Tag erinnert uns Jahr für Jahr daran, dass niemand einen Stundenlohn von 830 Euro braucht, um feudal zu leben.

Mit diesem Geld könnte man sich in einem Jahr fast 2.800 nagelneue iPhone X kaufen. Das sind fast acht neue Handys am Tag.

So ein Gehalt darf nicht nur mit der großen unternehmerischen Verantwortung von Managern gerechtfertigt werden. Auch Spitzen-Manager sind nur Menschen – genau wie ihre Arbeitnehmer. Doch manchmal scheint es, als hätten die fettesten Katzen genau das vergessen.

Quelle: Noizz.de