Eine wahre Pionierin.

Sie vertritt eine Minderheit, und zwar nicht nur eine ethnische.

Die afroamerikanische Lori Lightfoot kommt aus schwierigen Verhältnissen: Mutter und Vater waren mittellose Farmer. Eine Frau, die es in ihrer Vergangenheit wohl nicht unbedingt leicht gehabt haben dürfte. Diese Frau nimmt sich nun einer Stadt an, die es in den vergangenen Jahren ebenfalls nicht leicht gehabt hat. Morde, Polizeigewalt, Korruption, Gangs – das ist Chicago. Präsident Trump bezeichnete die drittgrößte Stadt der USA einmal als "Kriegsgebiet". Diese Stadt wählte nun eine schwarze Frau, die offen homosexuell lebt, als neue Bürgermeisterin.

Pause für den Jubel.

In einer Stichwahl setzte sich die 56-Jährige gegen Toni Prechwinkle, ihres Zeichens Bezirksratschefin, durch. "Danke, Chicago! Heute habt ihr eine Bewegung für den Wandel geschaffen", rief Lighfoot nach ihrem Sieg. Auf Twitter schrieb sie: "Die Bürger sehen eine Stadt, in der es egal ist, welche Hautfarbe man hat, wo es sicher egal ist, wie groß man ist und wo es egal ist, wen man liebt."

Gegenüber der "Chicago Sun-Times" sagte Lightfoot: "Ich fühle mich sehr geehrt. Ich werde alles dafür tun, um die Wahl verdient zu haben." Die Menschen würden auf einen Neuanfang hoffen.

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Quelle: NOIZZ-Redaktion