Alles fing mit einem Interview an.

Maddie Baden, 17, ist Schülerin an der Pittsburg High School in Kansas – und seit Kurzem eine gefeierte Journalistin. Mit der Schülerzeitung „The Booster Redux“ hat sie die Schuldirektorin zum Rücktritt gezwungen.

#corllinsgate

Alles begann am 6. März als bekannt wurde, dass die High School eine neue Direktorin bekommen sollte. Amy Robertson habe „vielfältige und breite Erfahrung“, stand in einem Statement der Stadt. Sie sei Chefin einer Beratungsagentur, die Firmen in Bildungsfragen unterstütze.

Wie die New York Times berichtet, interviewte Maddie die Frau für die Schülerzeitung. Sie stieß dabei auf Unstimmigkeiten. Die künftige Direktorin sagte zum Beispiel, dass sie einen Master-Abschluss und einen Doktortitel an der „Corllins University“ erworben habe.

Diese Universität wird vom Bildungsministerium aber nicht anerkannt. Maddie und ihre Mitschüler fanden Hinweise darauf, dass die „Corllins University“ eine Firma ist, die gefälschte Abschlusszeugnisse verkauft. Sie schrieben das in der neuen Ausgabe des „Booster Redux“ – kurz darauf trat Robertson zurück.

Auch in Deutschland sind Schülerzeitungen „ein wesentliches Element demokratischer Schulkultur“. So formuliert es die Jugendpresse, eine Organisation für Nachwuchsjournalisten. Schüler sollten bei ihrer Berichterstattung „kein Blatt vorm Mund“ haben, „unabhängig über Zensur und Engagement gegen Gewalt“ berichten – oder über die letzte Klassenfahrt.

Quelle: Noizz.de