Putin will Drogen-Rap zensieren

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Putin ist nicht nur kein Fan der Pussy Riots, auch Rap feiert der Präsident nicht Foto: Kremlin/dpa

Die Kombi sei der „Weg zur Verfall der Nation“, sinniert der Politiker.

Russlands Präsident Wladimir Putin teilt aus gegen Rapmusik – wegen Verherrlichung von Drogen. Verbote nützten aber nichts, sagte er auf einer kulturpolitischen Versammlung in St. Petersburg. „Wenn man etwas nicht stoppen kann, muss man sich an die Spitze setzen und entsprechend lenken“, sagte er am Samstag der Agentur Interfax zufolge. Nähere Vorschläge machte der Kremlchef nicht.

Rap und andere Formen der Popkultur beruhten auf drei Dingen: „Sex, Drogen und Protest“, sagte der Präsident. „Davon beunruhigen uns natürlich Drogen am meisten.“ Sie seien der „Weg zu einem Verfall der Nation“. Selbst wenn andere Länder in dieser Frage nachlässig seien, „müssen wir hier nachdenken, wie man so vorgeht, dass es nicht so weit kommt“.

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Für Rapmusiker und andere Künstler in Russland setzt sich mit Putins Äußerungen ein wochenlanges Wechselbad der Gefühle fort. Im November hatten Polizei und Geheimdienst Rap-Konzerte kontrolliert und teilweise unterbunden. Songtexte und Videos wurden auf Extremismus untersucht.

Das populäre Moskauer Gothic-Rap-Duo Ic3peak konnte auf einer Russland-Tour kein Konzert spielen, ohne behindert zu werden.

Vergangene Woche nannte dann ein ranghoher Mitarbeiter Putins die Konzertverbote eine Dummheit - schlagartig hörten die Schikanen auf. Putins Worte bedeuten nun eine weitere Wendung mit unklaren Folgen.

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de

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