Ein Bericht des Bundesinnenministeriums zeigt: Im Jahr 2019 gab es mehr rechtsextremistische Straftaten als in vergangenen Jahren . Die Tendenz für 2020 lässt nichts Gutes erahnen. Denn auch in Coronazeiten verschwinden Nazis nicht.

Die aktuellen Zahlen aus dem Bundesinnenministerium machen nicht nur traurig, sie sind auch Besorgnis erregend: Einem Bericht zufolge sind rechtsextrem motivierter Straftaten im vergangenen Jahr gestiegen. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Innenexpertin Irene Mihalic hervor.

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Demnach sind für 2019 insgesamt 22.337 Delikte vorläufig im Kriminalpolizeilichen Meldedienst für Politisch Motivierte Kriminalität (PMK) gemeldet, bei denen die Tat einen rechtsextremen Hintergrund hatte. Darunter fielen vor allem Propagandadelikte und Fälle von Volksverhetzung, aber auch fast 1.000 versuchte und vollzogene Gewalttaten wie Körperverletzung und in Einzelfällen auch Tötungsdelikte.

Szene begeht mehr Straftaten, offiziell aber weniger Gewaltdelikte

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Der Vergleich ist alarmierend: 2018 hatte die Polizei noch 20.431 rechtsextrem motivierte Straftaten gezählt, 2017 lag sie noch höher mit insgesamt 20.520. Nun stieg sie aber erneut an. Die Zahl der darin enthaltenen Gewalttaten ging dem Bericht zufolge dagegen zurück – von 1.156 im Jahr 2018 auf 986 im vergangenen Jahr.

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Die Bundesregierung betonte, dass die für 2019 genannten Zahlen vorläufig seien und "noch Veränderungen unterliegen können". Die endgültigen Zahlen will das Bundesinnenministerium nach eigenen Angaben im Mai vorstellen. Gestiegen ist nach den Angaben auch die Zahl der antisemitischen Straftaten in Deutschland. Demnach registrierte die Polizei vorläufig 2.032 Delikte, die sich gegen Menschen jüdischen Glaubens oder ihre Einrichtungen richtete. 2018 waren es nach endgültigen Polizeistatistiken noch 1.799 Fälle.

[Text: Zusammen mit dpa / sw]

  • Quelle:
  • Noizz.de