Es gebe den Anfangsverdacht, dass sie sich zusammengeschlossen hätten, um Anschläge auf Politiker, Asylbewerber und Muslime zu begehen.

Bei der Razzia gegen eine als rechtsterroristisch eingestufte Gruppe in sechs Bundesländern hat die Bundesanwaltschaft am Freitag zwölf Männer vorläufig festnehmen lassen. Es handelt sich um vier mutmaßliche Mitglieder der Gruppierung und acht mutmaßliche Unterstützer, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Sie sollen nun dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

Der Generalbundesanwalt geht seit Freitagmorgen mit Razzien in Niedersachsen und fünf weiteren Bundesländern gegen eine mutmaßliche rechtsterroristische Vereinigung vor. In Nordwesten gab es nach dpa-Informationen eine Durchsuchung im Landkreis Uelzen. Der Verdächtige ist demnach kein bekannter Rechtsextremist. Im Zentrum der Ermittlungen stehen fünf namentlich bekannte Menschen, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Es gebe den Anfangsverdacht, dass sie sich zusammengeschlossen hätten, um Anschläge auf Politiker, Asylbewerber und Muslime zu begehen.

In Zusammenhang mit den Razzien ist ein Verwaltungsmitarbeiter der Polizei in NRW suspendiert worden. Das sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU). Insgesamt seien am Morgen in NRW vier Wohnungen durchsucht worden: Zwei in Minden, eine in Porta Westfalica und eine in Hamm. Die Gruppierung setze sich zusammen aus Mitgliedern einer rechtsextremen Szene, „die wir schon länger im Blick hatten“, sagte Reul. Minden und Porta Westfalica liegen nahe der Grenze zu Niedersachsen.

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[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de