Hedonistisches Massencornern.

Am Dienstagabend protestierten in Hamburg Tausende gegen den bevorstehenden G20-Gipfel – indem sie Bier auf offener Straße tranken. Das „hedonistische Massencornern” fand zwischen St. Pauli und der Sternschanze statt.

Beim Cornern kaufen sich Teilnehmer ihr Bier am Kiosk und stellen sich in Fußgängerzonen oder vor Bars. Es bilden sich regelrechte Menschentrauben.

Die friedlichen Proteste wurden von der Polizei unter Einsatz von Wasserwerfen aufgelöst. Die Stimmungslage unter den Demonstranten kippte, vereinzelt flogen Flaschen.

„Der Polizeieinsatz war unverhältnismäßig”, erzählen zwei Teilnehmerinnen Spiegel Online. „Wir saßen da, haben Pommes gegessen und Bier getrunken, und plötzlich kamen die Wasserwerfer.”

Auch Demonstranten, die das Cornern nutzten, um in einem Park zwölf Zelte aufzustellen, wurden von der Polizei unter Gebrauch von Pfefferspray vertrieben.

Polizeisprecher Timo Zill sagte gegenüber Spiegel Online, dass solche Übernachtungsmöglichkeiten „Rückzugsräume für militante Gipfelgegner” bieten würden. Solche Schlafcamps würde die Polizei in Hamburg nicht dulden.

Was stehen sonst noch für G20-Protestein Hamburg an?

  • 5./6. Juli: Gipfel für globale Solidarität: Der Gipfel für globale Solidarität soll Raum für Austausch und Diskussion sein. Einzelpersonen, Gruppen und Organisationen treffen sich, um die Politik der G20 zu kritisieren, zu hinterfragen und Lösungsalternativen zu diskutieren
  • 5. Juli: Nachttanzdemo unter dem Motto: Lieber tanz ich als G20 im Hamburg S-Landungsbrücken. Start ist um 18 Uhr
  • 6. Juli: Internationale antikapitalistische Demo gegen G20: Die Veranstalter wollen mit der Demo Hamburg zu einem Ort und Ausrufezeichen des Widerstandes gegen die alten und neuen Autoritäten des Kapitalismus machen
  • 7. Juli: #BlockG20 - Colour the Red Zone: Straßenblockaden, Rave, Musik, Straßenfeste, Nachbarschafts Sit-ins gegen den G20-Gipfel
  • 7. Juli: Colorfull Mass gegen den G20-Gipfel: Bunte Fahrradkolonne und Musik. Los geht’s um 19 Uhr auf der Moorweide in Hamburg
  • 8. Juli: Grenzenlose Solidarität statt G20: Die internationale Großdemonstration beginnt um 11 Uhr

Quelle: Spiegel Online