Irgendwo zwischen absurdem Witz und der Ernsthaftigkeit eines Prozesses wegen sexuellem Missbrauch existiert es: Das Plakat an einem Schulbus, das mit lieb grinsenden Fotos von Prince Andrew dafür wirbt, der Angeklagte möge bitte beim FBI anrufen – es gäbe offene Fragen.

Ein US-Schulbus mit einer Botschaft für Prinz Andrew ist am Freitag mehrmals am Buckingham-Palast in London vorbeigefahren. Auf dem Fahrzeug prangte ein großes Plakat, auf dem geschrieben stand: "Wenn Sie diesen Mann sehen, dann bitten Sie ihn, das FBI anzurufen, um Fragen zu beantworten."

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Daneben waren links und rechts Bilder des 60-jährigen Royal zu sehen, der in den Missbrauchsskandal um den US-Multimillionär Jeffrey Epstein verwickelt sein soll. Hinter der Aktion steht die amerikanische Anwältin Gloria Allred, die mehrere Frauen in dem Skandal vertritt.

Ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk

"Ich habe ihm heute Morgen ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk auf einem gelben Schulbus gemacht, der den Buckingham Palace umkreist hat. Es ist eine Erinnerung für ihn und für die Öffentlichkeit. Denn ich weiß, dass sich die Englische Öffentlichkeit für die Gerechtigkeit von minderjährigen Opfern von Jeffrey Epstein interessiert", erklärt die US-amerikanische Rechtsanwältin und Bürgerrechtlerin Gloria Allred bei einer Pressekonferenz.

Der 60-jährige Prince Andrew war langjährige Freund des durch Selbstmord verstorbenen Epstein und wurde bereits mehrfach vom FBI zur Zeugenaussage gebeten. Bis heute hat er dies umgangen.

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[Text: zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de