Das Ziel: Die zwei Inseln des verstorbenen Millionärs beschlagnahmen.

Der Generalstaatsanwalt der amerikanischen Jungferninseln hat jetzt Anklage gegen Jeffrey Epstein beziehungsweise seine Hinterbliebenen erhoben. Epstein hatte sich die Insel Little St. James gekauft und dort regelmäßig Kinder, Teenager und junge Frauen zu "sexuellen Handlungen der Vergewaltigung und des Missbrauchs" mit ihm und anderen gezwungen, wie es in der Klage heißt. Die Insel wäre von Locals auch "Pedophile Island" genannt worden.

Zwischen 2001 und 2018 soll der New Yorker dort Frauen und Mädchen sexuell misshandelt haben, die teilweise nicht älter als 12 Jahre alt waren, so "Vice". Er soll sie genötigt oder unter falschen Vorwänden gelockt haben, mit ihm auf sein Anwesen auf den Jungferferninseln zu kommen. Danach habe er ihnen ihren Pass weggenommen und jeglichen Kontakt zur Außenwelt blockiert. Die Mädchen und jungen Frauen seien auch genötigt worden, für Geld Sex mit anderen Männern zu haben. In einer Computerdatenbank habe der Geschäftsmann die Aufenthaltsorte und Verfügbarkeiten der Opfer festgehalten.

Ein mutmaßliches, 15-jähriges Opfer soll versucht haben von Little St. James zu fliehen, indem sie versuchte von der Insel wegzuschwimmen, doch Epstein und sein Team hätten sie dann durch eine Suchaktion aufgespürt.

In der Anklage steht außerdem, dass Epstein 2016 die nahegelegene Insel Great St. James gekauft haben soll, damit niemand von seinen Machenschaften mitbekommt. Der Geschäftsmann habe auf den Jungferninseln "ein Netzwerk von Firmen und Einzelpersonen" geschaffen, das zu Frauenhandel, sexuellem Missbrauch und Kindesmissbrauch beigetragen habe, heißt es laut Berichten in der neuen Klage. Dafür fordere das US-Außengebiet nun die Beschlagnahmung seines Besitzes auf den Inseln im Wert von geschätzt 86 Millionen Dollar (77 Mio. Euro).

[Text: Zusammen mit dpa]

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Quelle: Noizz.de