Nur drei Menschen, die auf den Listen stehen, wurden informiert.

Seit 2011 sollen die deutschen Sicherheitsbehörden bei Razzien und Festnahmen von Neonazis Listen gefunden haben, auf denen mehr als 25 000 „Feinde“ stehen. Laut „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ sollen sogar die Telefonnummern und Adressen der Betroffenen vermerkt sein. Die Unterlagen wurden bei Ermittlungen gegen den NSU und der rechten Gruppierung „Nordkreuz“ beschlagnahmt. Die Bundesbehörden hätten im vergangenen Jahr drei Personen informiert, die auf den Neonazi-Listen stehen. Die drei Personen stünden außerdem unter Zeugenschutz.

Mitglieder des NSU Foto: Frank Doebert / dpa

Martina Renner ist Rechtsextremismus-Expertin der Linke-Fraktion. Sie wirft der Bundesregierung vor, zu wenig dagegen zu tun und die Gefahr zu ignorieren. Gegenüber dem Redaktiosnetzwerk sagte sie: „Anders ist es nicht zu erklären, dass das Bundeskriminalamt von mehreren zehntausend Betroffenen nicht mal eine Hand voll informiert und sich sonst ausschweigt.“

Quelle: Noizz.de