Es geht ihnen um ihre heiligen Stätten.

Kaum war Donald Trump im Amt des US-Präsidenten, erklärte er: Die Dakota Access Pipeline, eine große Ölpipeline wird weitergebaut. Der Aufschrei zahlreicher Naturschützer und Native Americans war groß. Denn das Projekt ist hochumstritten. Nun sind verschiedene Stämme nach Washington gezogen, um dort gegen Trump zu protestieren.

Einige tausend Native Americans und Umweltschützer demonstrierten in den vergangenen Tagen gemeinsam gegen die Klimapolitik von Trump und die North Dakota Access Pipeline. Die verschiedenen Stämme befürchten, dass ihr Trinkwasser verunreinigt wird. Die Pipeline soll zudem durch Gewässer führen, in denen der Sioux Stamm nach eigenen Angaben seine wichtigsten religiösen Bräuche zelebriert.

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Viele einstmals verfeindeten Stämme protestierten gemeinsam: „Man kann uns nicht mehr niederwalzen oder unsere heiligen Stätten entweihen. Wir stehen jetzt vereint da. Die verschiedenen Stimme waren vor 100 Jahren Feinde. Jetzt stehen wir zusammen. Wir haben die Vergangenheit hinter uns gelassen”, wird Morgan Freejur vom Stamm der Pawnee in der Tagesschau zittert.

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Makaber an der ganzen Angelegenheit: Trump hatte bevor er Präsident wurde, selbst große Anteile an dem Unternehmen gekauft, das die Pipeline betreibt.

Von dem Protest will er rein gar nichts mitbekommen haben - obwohl die Indigenen Einwohner seit mehr als einem Jahr gegen das Projekt demonstrieren: „Ich glaube nicht dass das überhaupt kontrovers war. Weißt du, ich habe sie (die Pipelines) abgesegnet und ich hatte nicht einmal einen Anruf, von wem, der mir sagte 'Das war schrecklich das zu tun'”, so Trump in einer offiziellen Erklärung des Weißen Hauses, die NOIZZ übersetzt hat.

  • Quelle:
  • Noizz.de