München verbietet sexistische Werbung

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In München ist Schluss mit sexistischer Werbung Foto: Unsplash

Zeiten ändern sich: Auf Münchener Werbeflächen wird es weniger erotisch!

Von nun an sind in München Werbungen verboten, die mit sexuellen Motiven arbeiten, ohne dass dabei ein Sachzusammenhang zum beworbenen Produkt besteht.

Bei dem neuen Beschluss des Stadtrats geht es darum, Menschen nicht auf ihre sexuellen Reize zu reduzieren. Immer wieder werden Frauen freizügig und aufreizend dargestellt, um als Blickfang für Produkte zu wirken, die mit Sex überhaupt nichts zu tun haben.

Der genaue Wortlaut des Münchener Beschlusses ist folgender:

„Die Vertragspartnerin ist verpflichtet, Werbeaufträge zurückzuweisen, deren Inhalte gegen eine behördliche Anordnung, gegen allgemeine Gesetze, gegen die guten Sitten oder die Menschenwürde verstoßen. Dies gilt auch für sexistische Werbung.”

Das Gesetz betrifft alle von der Stadt vermieteten Werbeflächen. Diese können von Privatpersonen gepachtet werden.

Das Thema Sexismus in Werbungen ist seit Jahren aktuell. Bereits 2015 haben Aktivisten von Pinkstinks auf Youtube einen Kurzfilm veröffentlicht, der das Thema klar und verständlich auf den Punkt bringt:

Auch der Deutsche Werberat, ein Zusammenschluss von Wirtschaftsmenschen, die allerdings keine Verbote aussprechen können, spricht sich regelmäßig gegen Sexismus in Werbungen aus. Mehr kann er aber leider nicht tun.

Mit der neuen Regelung schließt sich die bayerische Hauptstadt einem Trend an, der bereits in Leipzig und Bremen vorangegangen ist. Finden wir stark. Sehr geehrter Herr Müller, das wäre das auch was für uns!

Quelle: Noizz.de

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