Italiens Innenminister Matteo Salvini fand die Aktion nämlich gar nicht witzig ...

Es ist ja schon kurios, was Essen mit den Menschen anstellen kann. Also, alles rund um die Nahrungsaufnahme. Da kann eine falschverstandene, eigentlich witzig-gemeinte Werbung die Gemüter schon mal erhitzen.

>> McDonald's baut ein Minirestaurant für Bienen – und es ist leider richtig süß!

So geschehen in Österreich. Der Auslöser: ein Plakat von McDonald's. Auf dem wird ein von der italienischen Küche inspirierter Burger beworben – mit dem Spruch "Für echte Mampfiosi". Haha. Dass der platte Wortwitz leider nach hinten losgehen könnte, war eigentlich vorprogrammiert.

Wer allerdings sich am meisten an dieser Werbeaktion gestört fühlt, überraschte wohl: Niemand geringeres als Italiens Innenminister Matteo Salvini sah sein Heimatland durch das Plakat mehr als verunglimpft. Er machte seiner Empörung mit einem Tweet Luft:

Der überaus sympathische Zeitgenosse, der in seinen offiziellen Statements selber oft gegen Ausländer wettert, beschwert sich über Stereotypen. Er tweetet: "Italiener alle Mafiosi? Wie traurig ..."

Blöd nur, dass er fälschlicherweise behauptet hatte, die Plakate würden in Deutschland zu finden sein. War aber in Österreich, wie eingangs erwähnt. Änderte nichts an der Empörung und Zustimmung, die Salvini im Netz fand.

"Amici" statt "Mampfiosi": Jetzt überklebt McDonald's in Österreich die Plakate

Naja, eines hat die Fastfood-Kette dadurch gelernt: Don't mess with Salvini. Inzwischen wurden die Plakate "Für echte Mampfiosi" mit einer, sagen wir mal etwas freundschaftlicheren Botschaft, überklebt.

Der neue Slogan, so das Unternehmen, laute nun "Für echte Amici", was das italienische Wort für "Freunde" ist. Also, Versöhnung? McDonald's Österreich betont indes, dass es mit der witzigen Kampagne niemanden beleidigen wollte:

"Natürlich war es nicht unsere Absicht Italienerinnen oder Italiener in irgendeiner Weise zu beleidigen, und wir entschuldigen uns bei allen, die sich beleidigt fühlen."

Dann mampfen wir eben den Amici-Burger. Wenn wir mal in Österreich sind. Eigentlich hat Salvini sich mit wichtigeren Problemen rumzuschlagen, als mit einem pseudo-Italien-feindlichen Burger. Zum Beispiel mit dem Thema Seenotrettung.

>> Immer noch kein europäischer Deal zur Seenotrettung im Mittelmeer.

Statt alle Menschen, die Flüchtlinge vor dem Ertrinken im Mittelmeer retten, pauschal zu kriminalisieren, könnte er sich zum Beispiel mal mit den anderen europäischen Staatsfrauen und -männern zusammentun, um eine verträgliche Lösung für alle zu finden.

Deutschland und Frankreich hatten in Paris und bei einem EU-Treffen in Helsinki versucht, eine gemeinsame Regelung zur Verteilung von Migranten auf den Weg zu bringen. Ein Deal kam allerdings nicht zustande – Italien blockiert weitere Verhandlungen.

dpa / sw

Quelle: Noizz.de