Luxemburg will öffentlichen Nahverkehr umsonst anbieten

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In Luxemburg wird öffentlicher Nahverkehr bald nichts mehr kosten. Foto: Johny Goerend / unsplash.com

Die Zeche dafür zahlen die Autofahrer.

Luxemburg hat kürzlich eine neue, linke Regierung gewählt – und die drückt jetzt schon ordentlich aufs Gaspedal. Nachdem bekannt wurde, dass das Land die Legalisierung von Cannabis in Angriff nimmt, folgt jetzt der nächste mutige Schritt.

Öffentlicher Nahverkehr in Luxemburg soll für alle komplett gratis werden. Ab Sommer 2019 werden keine Fahrscheine mehr benötigt. Das soll mehr Leute, insbesondere Pendler, dazu anleiten, auf die Öffis umzusteigen.

Wer weiterhin auf sein Auto besteht, soll künftig stärker besteuert werden. Tatsächlich haben die Luxemburger ein massives Infrastruktur-Problem: Aus den Nachbarländern pendeln täglich etwa 200.000 Menschen in den Kleinstaat, die Straßen sind diesem Aufkommen längst nicht mehr gewachsen.

Öffentlicher Nahverkehr ist in Luxemburg jetzt schon nicht besonders teuer: Ein Tagesticket der 2. Klasse kostet 4 Euro. Damit kann man alle Züge, Busse und Trams im Land nutzen. Und ja, auch in Luxemburg kann man eine Dreiviertelstunde im Zug geradeaus fahren, ohne plötzlich in einem anderen Land zu sein.

Eine Monatskarte für alle Verkehrsmittel im ganzen Land kostet 50 Euro, und samstags sind alle Busse in der Hauptstadt ohnehin kostenlos. Die meisten Luxemburger könnten sich diese Preise weiterhin problemlos leisten: Das Land gehört zu den reichsten der Welt.

Quelle: Noizz.de

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