Grund sind lustige Selfies ...

Er ist der Popstar unter den Politikern: der kanadische Premierminister Justin Trudeau. Jung, attraktiv, liberal – selbst Ivanka, die Tochter von US-Präsident Donald Trump, soll den 45-Jährigen beim Staatsbesuch angeschmachtet haben. Der britische „Daily Mirror” bezeichnet ihn regelmäßig als „heißesten Politiker der Welt”.

Schade, dass nicht alle Fans den Premier hautnah erleben können, dachte sich wohl die kanadische Botschaft in den USA – und bestellte voriges Jahr lebensgroße Trudeau-Pappfiguren. Preis pro Stück: 147,79 US-Dollar.

Seitdem tauchte die Figur bei Promotion-Veranstaltungen auf. Besucher schossen mit ihr Selfies und posteten sie im Internet. Doch damit ist jetzt Schluss, berichtet „CBC News”. Die kanadische Regierung hat ihren Vertretern befohlen, die Figur nicht mehr aufzustellen. Denn: Immer wieder wurde der Papp-Trudeau auf Fotos für Blödeleien missbraucht.

Besonders kurios ist ein Foto, auf dem vier junge Männer neben dem Premier stehen – und ihm Alkohol aus einem Glas mit Strohhalm anbieten. Trudeau starrt unbeeindruckt in die Kamera, die Männer grinsen, als hätten sie gerade im Lotto gewonnen. Jetzt seien die Botschaften gebeten worden, die Figuren nicht mehr bei Events zu benutzen, bestätigte ein Regierungssprecher gegenüber „CBC News”.

Auf offiziellen Veranstaltungen wird es in Zukunft also keine lustigen Selfies mit Trudeau geben. Wer sich trotzdem mit dem Politiker fotografieren will, kann die Pappfigur auf der Website historicalcutouts.com für 59,99 Dollar kaufen. Dort gibt es auch zweidimensionale Versionen von anderen Figuren der Geschichte – unter anderem Bill Clinton, Napoleon und Jesus.

Quelle: Noizz.de