Dabei hat sich das kleine Land zum ersten Mal qualifiziert.

Alle sind gerade sauer auf Russland. Aus Protest nach dem Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal boykottieren jetzt isländische Politiker die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Sie sind das erste Land, das diesen Schritt geht. Die Fußballmannschaft selbst fährt zwar hin - aber sonst weder Diplomaten noch staatliche Verantwortliche, so Islands Außenministerium am Montag. Alle hochrangigen Gesprächen zwischen den beiden Ländern würden zudem erstmal nicht stattfinden. So zeige Island seine Solidarität mit Großbritannien.

Anders als zahlreiche andere Länder - darunter auch Deutschland - weist Island aber keine russischen Diplomaten aus. Bei dem Anschlag waren Anfang März der Agent Skripal und seine Tochter schwer vergiftet worden. Skripal war früher russischer Agent und war dann zum britischen M16 übergelaufen. Die Täter nutzten nach derzeitigem Ermittlungsstand ein in der früheren Sowjetunion entwickeltes Gift. Russland weist jegliche Verantwortung für den Anschlag zurück.

Island nimmt zum erstmals an einer Fußball-WM teil. Der Neuling trifft dabei in der Vorrunde auf den zweimaligen Weltmeister Argentinien, Atlanta-Olympiasieger Nigeria und Kroatien. Und alle freuen sich schon, wenn die Isländer wieder über dem Kopf klatschen und "Huh" rufen - außer Russland wahrscheinlich.

  • Quelle:
  • Noizz.de