Das ist einfach nur widerlich.

Ein österreichisches Gericht hat zwei Paare zu Haftstrafen von bis zu zehn Jahren verurteilt. Sie waren mit ihren Kindern von Österreich nach Syrien gezogen – in die vom IS kontrollierten Gebiete. Betroffen waren insgesamt acht Kinder, das jüngste war zwei Jahre alt.

Die Kinder mussten sich Propagandavideos des IS ansehen, in denen auch Hinrichtungen gezeigt wurden. Eines der Kinder, ein Siebenjähriger, sah nach Angaben der Anklage auch, wie ein Mann geköpft wurde. Die Mädchen mussten komplett verschleiert sein und Handschuhe tragen.

Einer der Väter sagte vor Gericht, er habe in einer Moschee in Graz gehört, dass er in Syrien „nach dem Islam leben“ könne, „es gibt Freiheit für die Frau und die Kinder“. Offenbar hatten die Paare falsche Vorstellungen: Nachdem sie festgestellt hatten, wie schwierig das Leben in Syrien ist, beschlossen sie, das Land wieder zu verlassen. Im April 2016 reisten sie in die Türkei, von wo sie nach Österreich abgeschoben wurden.

Quelle: Noizz.de