Die Kids werden in Käfigen festgehalten – unter unmenschlichen Bedingungen.

Seit Wochen sind an der Grenze von den USA und Mexiko viele illegale Migranten in sogenannten Internierungslagern gefangen. Immer mehr Menschen versuchen die amerikanische Grenze zu überschreiten, um vor Armut oder Krieg zu fliehen. US-Präsident Donald Trump möchte gegen die Flüchtlinge verstärkt vorgehen und hat veranlasst, dass Familien, die von den Behörden an der Boarder festgenommen werden, getrennt werden dürfen.

Deshalb befinden sich viele Babys, Kinder und Teenager in Lagern, die seit geraumer Zeit immer wieder wegen katastrophalen Zuständen in den Medien thematisiert werden. Manche Kids hatten lange keinen Zugang zu Seife oder Zahnbürsten und mussten unter Rettungsdecken auf dem Boden schlafen. Eine Zeichnung eines Kindes zeigt jetzt, wie sehr ihnen der grausame Alltag in Internierungslagern bereits in Fleisch und Blut übergegangen ist.

Auf Social Media ist das Bild eines jungen Migranten bereits viral gegangen. Das Kind wurde bereits vor einigen Wochen von den Grenzbeamten entlassen, doch die Erinnerungen scheinen immer noch frisch zu sein. Auf der Zeichnung sind fünf Kinder zu sehen, die in einem Käfig mit einem Schloss eingesperrt sind. Davor stehen Erwachsene mit Hüten und möglicherweise Polizeigürteln.

Das Bild veröffentlichte CBS, es wurde von einer Sozialarbeiterin in Texas fotografiert. Der Sender zeigte zwei weitere Malereien: auf dem einen sind Kinder zu sehen, wie sie in einem großen Käfig auf dem Boden unter Decken schlafen.

"Als sie die Tür öffneten, war das erste, was uns traf, ein Geruch. Es roch nach Schweiß, Urin und Kot", so die Kinderärztin Sara Goza über einen Besuch in einem Lager in Texas zu CBS. "Ich beschreibe [den Aufenthaltsort der Kinder] fast wie Hundekäfige mit Menschen in jedem von ihnen."

Eigentlich dürfen die jungen Migranten höchstens 72 Stunden in den Anlagen festgehalten werden, danach müssen sie in dauerhaftere Unterkünfte gebracht werden. Doch an diese Vorgaben halten sich die Beamten der Boarder Patrol in den seltensten Fällen. Manche Kids sind bis zu zwei Wochen lang dort – teilweise ohne neue Klamotten zu bekommen oder Duschen zu können.

Die Demokraten klagen Donald Trump und seine republikanische Gefolgschaft bereits seit Wochen wegen dieser Zustände an. Die Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez und der Präsidentschaftskandidat Julián Castro sind bereits selbst in betroffene Camps an der Grenze gereist, um sich ihr eigenes Bild von den Lebensumständen der Kinder zu machen. Experten gehen davon aus, Trump wolle die Zustände möglicherweise besonders grausam halten, um illegale Migranten von der Überquerung der Grenze zwischen den Amerika und Mexiko abzuhalten.

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Quelle: Noizz.de